Das Programm richtet sich an Softwareingenieure mit soliden Grundlagen, Erfahrung beim Entwickeln mit großen Sprachmodellen und darin, anderen die Einführung von KI zu erleichtern. Die Teilnehmenden sollen außerdem bereits wichtige geschäftliche Probleme gelöst haben. Erfahrung mit dem Bau von KI-Agenten ist laut Anthropic keine Voraussetzung. Die Teilnahme erfolgt auf Nominierung.
Das Training beginnt mit einem mehrtägigen Präsenzprogramm mit Anthropic-Ingenieuren und zugelassenen Ausbildern. In einer simulierten Einführung in ein Unternehmen bearbeiten die Teilnehmenden unter anderem die Auswahl eines Anwendungsfalls, eine Sicherheitsprüfung und die Übergabe. Eine praktische Prüfung bewertet diese Phase. Wer besteht, erhält das Abzeichen Claude Resident Engineer und kann in die anschließende zwölfwöchige Residency wechseln.
Während der Residency leiten die Ingenieure einen konkreten Claude-Anwendungsfall in ihrer eigenen Organisation. Dabei werden sie von Anthropic-Ingenieuren unterstützt und tauschen sich mit ihrer Kohorte aus. Eine abschließende Prüfung entscheidet über das Abzeichen Claude Frontier Deployed Engineer. Anthropic erwartet die ersten Auszeichnungen Anfang 2027. Die ersten Gruppen arbeiten in San Francisco, New York und London.
Zu den Organisationen der ersten Kohorten zählen Accenture, Bain, Capgemini, Commonwealth Bank of Australia, Deloitte, McKinsey, Morgan Stanley und Novo Nordisk. Die Academy baut auf dem Claude Partner Network auf. Dort wurden nach Angaben von Anthropic mehr als 175.000 Claude-Zertifizierungen in 46.000 Unternehmen erworben. Außerdem haben fast 4.000 Personen Basecamp abgeschlossen, ein intensives Programm mit einem Lehrplan, der dem Onboarding von Anthropic Applied AI ähnelt. Anthropic zufolge sollen Absolventen der Academy Expertise in agentischen Systemen entwickeln, die Geschäftsabläufe verändern können – etwa durch die Optimierung von Prozessen oder die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.
