Gemini 4 Argon ist laut Google für anspruchsvolle Aufgaben wie Programmierung, Cybersecurity-Abwehr, Finanzrecherche und juristische Entwürfe ausgelegt. Das Modell kann außerdem Sicherheitslücken autonom beheben. Derzeit erhalten vertrauenswürdige Cybersecurity-Verteidiger über das Fairwind Program Zugang. Google will Rückmeldungen der frühen Tester nutzen, um Schutzmaßnahmen weiterzuentwickeln, bevor das Modell für Entwickler, Unternehmen und Verbraucher breiter verfügbar wird.
Ebenfalls vorgestellt wurden Gemini 3.8 Flash und Gemini 3.8 Flash Cyber. Google zufolge verbessert Gemini 3.8 Flash das Schlussfolgern und Programmieren gegenüber der Vorgängerversion 3.7 Flash, bei gleicher Geschwindigkeit und niedrigen Kosten. Das Modell soll unter anderem längere Softwareentwicklungsaufgaben und mehrstufige Abläufe unterstützen. Die Cyber-Variante ist für die automatisierte Suche nach Schwachstellen und das Beheben von Fehlern im Code vorgesehen; sie steht vertrauenswürdigen Organisationen über das Fairwind Program zur Verfügung.
Für Sprachinteraktionen gibt es Gemini 3.8 Live und Gemini 3.8 Live Extended Thinking. Die beiden Audiomodelle sind laut Google für natürliche Gespräche beziehungsweise mehrstufiges Schlussfolgern ohne lange Verzögerungen konzipiert. Entwickler können sie in Google AI Studio und über die Gemini API nutzen. Google nennt außerdem Search Live, Gemini Live und Google Workspace als Einsatzbereiche. Dort lassen sich Gmail, Docs und Keep per Sprache bedienen. Neue Text-to-Speech-Modelle, Gemini 3.8 Flash-Lite TTS und Gemini 3.8 Flash TTS, sollen unter anderem individuelle Stimmen und Dialoge aus Textvorgaben erzeugen können; die Bereitstellung läuft über Produkte wie Gemini Notebook und Google Vids.
Zu den weiteren September-Neuerungen zählt Googlebook, das zur Vorbestellung verfügbar ist, sowie die Gemini-App für Windows. Google nennt außerdem das Projekt AlphaGenome Atlas zur Kartierung menschlicher DNA, die Beobachtung globaler Methanemissionen aus dem All und Project Suncatcher, mit dem maschinelle Lernhardware im Orbit getestet werden soll. Die Ankündigungen umfassen damit sowohl Modelle und Anwendungen als auch Forschungsprojekte. Bei Gemini 4 Argon und Gemini 3.8 Flash Cyber bleibt der Zugang vorerst auf ausgewählte Tester beziehungsweise Organisationen begrenzt; eine spätere Ausweitung ist angekündigt, aber noch nicht erfolgt.
