Google will Schulen in den USA künftig mehr Kontrolle darüber geben, ob KI-Funktionen in der Classroom-Plattform verfügbar sind. Administratoren sollen diese Dienste ausdrücklich aktivieren müssen. Die Änderung ist für Anfang 2027 vorgesehen und folgt auf Kritik an Googles Entscheidung vom August, KI-Funktionen in Classroom für Schulen bis zur 12. Klasse standardmäßig einzuschalten.
Die neue Wahlmöglichkeit ist an eine Bedingung geknüpft: Schaltet eine Schule die KI-Dienste ab, steht ihren Schülerinnen und Schülern auch Googles Websuche nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen sollen sie eine entsprechende Meldung sehen. Google erklärt, Suche und KI seien inzwischen so weit miteinander verzahnt, dass sich die Angebote nicht mehr getrennt bereitstellen ließen. Das sagte Chris Phillips, Googles Vice President for Education.
Google Classroom umfasst in den USA unter anderem Gmail und Google Docs und wird an vielen Schulen bis zur 12. Klasse eingesetzt. Ab Anfang 2027 sollen dort zwei Suchvarianten verfügbar sein: eine Ausgabe der Google-Suche mit KI-Übersichten und KI-Chats sowie „Guided Learning“, eine für Schülerinnen und Schüler vorgesehene Variante des KI-Chatbots Gemini. Eine Suche ohne diese KI-geprägten Funktionen ist demnach nicht vorgesehen.
Die Änderung betrifft Schulen, die Googles Classroom-Angebot nutzen. Sie können künftig zwar festlegen, ob ihre Lernenden Googles KI-Dienste verwenden, müssen diese Entscheidung aber gemeinsam mit dem Zugang zur Websuche treffen. Damit kehrt Google die automatische Aktivierung der KI-Funktionen teilweise um, verbindet die Abschaltung aber mit dem Wegfall der Suche. Die angekündigte Umstellung soll Anfang 2027 beginnen.
