In den ersten neun Monaten 2026 erzielte Anthropic rund 33,2 Milliarden US-Dollar Umsatz. Gegenüber dem Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2025 entspricht das einem Plus von 1.200 Prozent. Allein im dritten Quartal kamen bei etwa 17 Milliarden US-Dollar Umsatz rund 23,3 Milliarden US-Dollar Verlust hinzu. Für das laufende Jahr summiert sich das Minus damit auf 104 Milliarden US-Dollar.
Der Quartalsverlust hängt laut Anthropic zu einem großen Teil mit der Neubewertung von Wandelanleihen und anderen Finanzinstrumenten zusammen. Davon zu unterscheiden ist der operative Verlust: Nach Abzug der laufenden Kosten, darunter rund 18,8 Milliarden US-Dollar für Compute und Infrastruktur, betrug er 1,26 Milliarden US-Dollar. Seit der Gründung 2021 hat das Unternehmen insgesamt rund 156 Milliarden US-Dollar Verlust angehäuft.
Auch die langfristigen Verpflichtungen sind höher als zuvor angesetzt. Kaufverpflichtungen und Leasingverträge erreichen nun zusammen 895 Milliarden US-Dollar. Knapp 448 Milliarden US-Dollar davon sollen bis Ende 2030 fällig werden; der verbleibende Teil könnte bis 2045 anfallen. Die früher angesetzte Summe hatte bei 750 Milliarden US-Dollar gelegen.
Anthropic muss im Börsenpapier vor dem Risiko einer finanziellen Schieflage warnen. Trotz des Umsatzwachstums ist laut den vorgelegten Zahlen nicht absehbar, wann oder ob das Unternehmen Gewinne erzielen wird. Die Zahlen ergänzen die zuvor verfügbaren Bilanzen bis zur Jahresmitte um das dritte Quartal und reichen bis zum 30. September 2026.
