LTSharpe, der nach eigenen Angaben kein IT-Entwickler ist, begann mit der Suche nach den Ursachen für niedrige Bildraten und Ruckler. Ein Wechsel von einer GeForce RTX 2070 Super zu einer Radeon RX 9070 XT hatte das Problem nicht behoben: Bei niedriger Auflösung und reduzierten Grafikeinstellungen erreichte sein PC weiterhin nur rund 20 bis 30 FPS. Das deutete für ihn auf eine Begrenzung durch die CPU statt durch die Grafikkarte hin.
Für die Untersuchung nutzte LTSharpe Claude Opus 5.5 und verband seine GitHub- und Epic-Konten mit dem Werkzeug, damit es auf die Unreal Engine zugreifen konnte. Dabei fiel ihm unter anderem auf, dass Beleuchtung in jedem Frame neu berechnet wurde, auch wenn sich das Bild nicht verändert hatte. Für Situationen mit besonders niedriger Bildrate ließ er Benchmarks erstellen und Claude gezielt nach Verbesserungen suchen.
Das Projekt dauerte nach LTSharpes Angaben zwei Wochen. In dieser Zeit entstanden rund 40 Änderungen. Dazu gehörten Tests für Stadterkundungen und die offene Spielwelt sowie Korrekturen an Fehlern im ursprünglichen Spiel und im Remaster-Code. LTSharpe berichtet, dass sein System in Städten nun stabile 60 FPS statt zuvor 30 FPS erreicht. In der offenen Welt sei die Leistung um bis zu 40 Prozent gestiegen; außerdem seien Ruckler seltener und die 1-Prozent-Lows besser geworden. Der Mod unterstützt laut ihm auch die aktuelle AMD-FSR-Frame-Generation.
Die Modifikation ist unter dem Namen „OblivionRemasteredPerformanceFix“ auf GitHub und bei Nexus Mods verfügbar. Die Änderungen wurden auf einem PC mit Ryzen 7 5800X, 32 GB RAM und Radeon RX 9070 XT entwickelt. LTSharpe weist darauf hin, dass die Wirkung auf anderen Systemen abweichen kann. Die genannten Leistungswerte beziehen sich auf seine eigene Hardware und seine Tests.
