Voxel51 richtet die Plattform an Teams, die Modelle mit Sensordaten aus Robotern, Fahrzeugen und Fabriken trainieren. Die Version 3.0 führt Suche, Kuratierung, Annotation und Evaluation in einem System zusammen. Unterstützt werden unter anderem MCAP, Bilder, Videos, 3D-Punktwolken, Meshes, DICOM, NIfTI, Geodaten und Audio. Die Plattform lässt sich als gehostete Web-App unter app.voxel51.com oder selbst betrieben in Cloud-, Hybrid-, On-Premises- und Air-Gapped-Umgebungen nutzen.
Für zeitlich verknüpfte Datenströme können Teams mehrere Sensoren auf einer gemeinsamen Zeitleiste betrachten. Segment-Embeddings sollen bestimmte Abschnitte in langen Aufnahmen auffindbar machen. Die Annotation deckt 2D-, 3D-, Video- und multimodale Daten ab und umfasst automatisierte Qualitätskontrollen, Kennzahlen für Annotierende sowie menschliche Überprüfung. Beim sogenannten Agentic Labeling erzeugen Vision-Language-Modelle Labels anhand natürlichsprachiger Anweisungen und Beispiele.
Voxel51 Agent verbindet Suche, Auswahl von Daten, Annotation und Auswertung zu wiederholbaren Abläufen. Er bringt mehr als 45 MCP-Tools, über 80 Operatoren und 18 Open-Source-Skills mit. Der Agent kann außerdem Code für eigene Plugins schreiben. Ein integrierter Herkunfts- und Änderungsverlauf protokolliert Aktivitäten auf Deployment- und Dataset-Ebene sowie Änderungen an einzelnen Samples. Unveränderliche Dataset-Versionen sollen Trainings- und Evaluationsläufe reproduzierbar machen. Die Abläufe übernehmen die Berechtigungen und Governance-Regeln der jeweiligen Organisation.
Der kostenlose Self-Service-Tarif enthält Voxel51 Agent, 30.000 Inferenzanfragen und 30 Compute-Stunden pro Monat. Er ist auf drei Datasets mit jeweils höchstens 10.000 Samples und insgesamt 20 GB Speicher begrenzt; eine Kreditkarte ist laut Produktangaben nicht erforderlich. Voxel51 nennt in einer eigenen Umfrage für 2026 außerdem, dass 58 Prozent der als „exceptional“ eingestuften Teams mehr als die Hälfte ihrer Projektzeit für Datenarbeit aufwenden. Bei Teams mit Schwierigkeiten liege dieser Anteil bei 21 Prozent. Die Umfrage stammt vom Anbieter selbst.
