Bei einem RTX-Spark-Event in Taipeh am 16. Oktober stellte Jeff Fisher klar, dass die GeForce RTX 5090 nicht am Ende ihres Lebenszyklus sei. Der Senior Vice President für Personal Computing sagte, Nvidia werde das Modell weiterhin ausliefern. Die Kapazitäten in der Lieferkette seien zwar begrenzt. Fisher bezeichnete die RTX 5090 zudem als wichtiges Produkt für das Unternehmen.
Die Aussage kommt in einer Phase, in der die Grafikkarte in Deutschland nur schwer erhältlich ist. Nvidia führt sie im deutschen Online-Shop zum empfohlenen Preis von 2.099 Euro, dort ist sie laut den vorliegenden Angaben jedoch nicht lieferbar. Für verfügbare Karten wurden Preise zwischen 6.800 und 11.400 Euro genannt. Eine weitere Erhebung beziffert die Spanne auf 6.800 bis 9.999 Euro. Auch im US-Store tauchte die Founders Edition wieder als Eintrag auf, war dort aber ebenfalls nicht verfügbar; der US-Preis liegt bei 1.999 USD.
Im Zentrum der Spekulationen steht der Grafikchip GB202, der in der RTX 5090 steckt. Gerüchten zufolge sollen Nvidia-Partner keine weiteren Chips für dieses Modell erhalten, weil GB202 stattdessen vor allem in Workstation-Karten wie der RTX Pro 6000 und der RTX Pro 5500 eingesetzt werden könnte. Fisher widersprach einem Ende der RTX 5090, äußerte sich aber nicht zu dieser vermuteten Verteilung. Auch Berichte über eine mögliche GeForce RTX 5080 mit 24 statt 16 Gigabyte Grafikspeicher kommentierte er nicht.
Damit steht Nvidias Zusicherung, die Karte weiter auszuliefern, einer knappen Verfügbarkeit und Preisen weit oberhalb der unverbindlichen Preisempfehlung gegenüber. Fisher sagte, Nvidia sei weiterhin entschlossen, Produkte auf den Markt zu bringen. Ob sich die Versorgung der RTX 5090 für Käuferinnen und Käufer dadurch verändert, geht aus seiner Aussage nicht hervor.
