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KI-Modell berechnet das Risiko von Monsterwellen

Forschende haben aus Daten zu mehr als einer Milliarde Wellen ein Modell entwickelt, das die Wahrscheinlichkeit von Monsterwellen abschätzt. Die Messungen umfassen 700 Jahre und stammen von 158 Standorten.

Symbolbild: KI-Modell berechnet das Risiko von Monsterwellen
Symbolbild · KI-generiert

Ein Forschungsteam der University of Copenhagen und der University of Victoria untersuchte, unter welchen Bedingungen sogenannte Rogue Waves entstehen. Als Monsterwellen gelten dabei Wellen, die mindestens doppelt so hoch sind wie die umgebenden Wellen. Die Arbeit wurde in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht. Eine 26 Meter hohe Rogue Wave, die 1995 die norwegische Ölplattform Draupner traf, war erstmals digital gemessen worden und lieferte einen wissenschaftlichen Nachweis für das Phänomen.

Für das Modell kombinierten die Forschenden Daten zu Wellenbewegungen und Seegang mit Informationen über Wassertiefen und Meeresboden. Ein wichtiger Teil des Datensatzes stammt von Messbojen an 158 Standorten vor US-Küsten und in Überseegebieten. Zusammengenommen bilden die Messungen mehr als eine Milliarde Wellen und 700 Jahre an Informationen über Wellenhöhen und Seegang ab.

Mit Methoden des maschinellen Lernens suchte das Team nach Bedingungen, die mit dem Auftreten extremer Wellen zusammenhängen. Zum Einsatz kam auch symbolische Regression: Sie gibt als Ergebnis eine Gleichung aus, statt nur eine einzelne Vorhersage zu liefern. Das Modell soll damit eine mathematische Beschreibung der Faktoren liefern, die das Risiko beeinflussen, und die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Monsterwelle zu einem bestimmten Zeitpunkt abschätzen.

Die Auswertung registrierte im Datensatz 100.000 Wellen, die als Rogue Waves gelten. Das entspricht nach Einschätzung der Forschenden ungefähr einer solchen Welle pro Tag an einem beliebigen Ort im Ozean; nicht alle erreichen extreme Höhen. Als wichtigsten Entstehungsfaktor identifiziert die Studie die lineare Überlagerung: Zwei Wellensysteme können sich beim Kreuzen vorübergehend verstärken. Das widerspricht der bisherigen Annahme, dass meist eine einzelne Welle kurzzeitig Energie von einer anderen übernimmt. Die Studie belegt einen Zusammenhang mit Daten, liefert aber keine Angaben zu einem bereits eingesetzten Warnsystem für die Schifffahrt.

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Vorgeschichte: Am 13. Oktober 2026 ging es bereits um ein KI-Modell zur Abschätzung der Wahrscheinlichkeit von Monsterwellen. Die neue Meldung beschreibt die zugrunde liegende Datenauswertung und die von den Forschenden ermittelte mathematische Erklärung. → KI-Modell berechnet die Wahrscheinlichkeit von Monsterwellen (13.10.)

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Quellen

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