Die Entfernung betrifft den US-Marktplatz auf Nvidias eigener Website. Auf der allgemeinen Produktseite wird die Grafikkarte weiterhin geführt. Eine offizielle Bestätigung, dass die RTX 5090 eingestellt wird, gibt es bislang nicht. Der Schritt folgt auf Meldungen über eine geringere Verfügbarkeit und stark gestiegene Preise in den USA.
Nach bisherigen Angaben sollen Nvidias Board-Partner keine neuen Kontingente des Grafikchips GB202 mehr erhalten. Sie könnten demnach nur noch so lange weitere Karten fertigen, wie bereits gelieferte Chips reichen. Künftige Einheiten des Chips sollen stattdessen für professionelle Workstation- und KI-Grafikkarten vorgesehen sein. Nvidia hat diese Produktionsplanung nicht offiziell bestätigt.
Ein mögliches Ziel für den GB202 ist die RTX Pro 5500. Sie verfügt über 21.760 CUDA-Kerne und damit ebenso viele wie die GeForce RTX 5090. Beim Speicher unterscheiden sich die Karten: Die RTX Pro 5500 hat 84 Gigabyte GDDR7-ECC-Speicher, die RTX 5090 32 Gigabyte. Für den deutschen Markt nennt der Bericht einen Referenzpreis von 3.400 Euro im Januar 2026. Zuletzt lag der Einstiegspreis für noch erhältliche RTX-5090-Karten bei knapp 6.700 Euro; einzelne Angebote auf Nvidias deutschem Marktplatz erreichten bis zu 10.000 Euro.
Als mögliche Nachfolgerin an der Spitze des Gaming-Sortiments wird die GeForce RTX 5080 gehandelt. Gerüchten zufolge könnte sie im ersten Quartal 2027 mit 24 Gigabyte Videospeicher und dem kleineren Grafikchip GB203 erscheinen. Auch dieser Zeitplan und die Rolle als neues Gaming-Topmodell sind nicht bestätigt. Offen bleibt damit, ob Nvidia die RTX 5090 tatsächlich auslaufen lässt und wie lange noch verfügbare Exemplare angeboten werden.
