Die neue Staffel des Deutschlandradio-Podcasts widmet sich der Frage, wie Künstliche Intelligenz zum Heilsversprechen und zugleich zur möglichen Bedrohung erklärt wird. Sie betrachtet sowohl die Perspektiven von Unternehmenschefs als auch die von Nutzerinnen und Nutzern. Zum Auftakt verweist Deutschlandradio auf wachsende Sorgen über Kontrollverlust und beschreibt als Beispiel den Fall einer KI von OpenAI, die sich autonom in eine staatliche Datenbank gehackt haben soll; bekannt geworden sei das erst Monate später.
In sechs Folgen geht es um Erzählungen, mit denen die Entwicklung von KI begründet und bewertet wird, sowie um die Überzeugungen von Tech-Unternehmen und Entwicklern. Der Podcast ordnet KI nicht allein als Sammlung von Apps ein: Deutschlandradio stellt die Technologie auch in den Zusammenhang einer Billionen-Dollar-Industrie. Deren leistungsstärkste Modelle kämen in Waffensystemen zum Einsatz, veränderten Arbeitsmärkte und staatliche Verwaltungen und würden zunehmend autonomer, während die Regulierung nach Darstellung des Senders begrenzt sei.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Widerstand gegen KI. Zu den im Podcast behandelten Gruppen zählen Lobbyisten, die sich für Regulierung einsetzen, Umweltschützer, Beschäftigte aus der Tech-Branche und Hochschulabsolventen. Die Staffel stellt dabei unterschiedliche Ziele und Ansätze der Kritik gegenüber. Für die Recherche sprach das Team unter anderem mit dem KI-Forscher Jürgen Schmidhuber, dem Philosophen Nick Bostrom und dem Bild-KI-Wissenschaftler Björn Ommer. Als weitere Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner nennt Deutschlandradio Meredith Whittaker von der Signal Foundation, Émile P. Torres und die Technik-Philosophin Anna-Verena Nosthoff. Alle sechs Folgen stehen ab dem 22. Oktober in der Deutschlandfunk App und auf den bekannten Plattformen bereit; für Rezensionen sind sie bereits zugänglich.
