Brave hat die Verschlüsselung gemeinsam mit NEAR AI umgesetzt. Sie soll KI-Anfragen technisch absichern, statt dafür allein auf das Vertrauen in die beteiligten Anbieter zu setzen. Derzeit funktioniert sie ausschließlich mit GLM 5.3 Flash. Wer das Modell in den Einstellungen von Brave Leo auswählt, kann die Funktion ab sofort nutzen.
Bevor ein Prompt das Gerät verlässt, wird er im Browser über Oblivious HTTP (OHTTP) verschlüsselt. Dabei wird auch die IP-Adresse verschleiert. Die Entschlüsselung und Verarbeitung der Anfrage findet nach Angaben von Brave und NEAR AI in einer versiegelten Hardware-Enklave statt. Diese Trusted Execution Environment (TEE) basiert auf Nvidia-Technik und wird von NEAR AI betrieben.
Brave und NEAR AI zufolge können dadurch weder die beiden Unternehmen noch beteiligte Infrastruktur-Betreiber die Prompts oder die erzeugten Antworten einsehen. Der Code, mit dem sich die Absicherung überprüfen lässt, ist quelloffen. Die Verschlüsselung gilt für Chats mit dem genannten Modell; eine Verfügbarkeit für weitere Modelle ist derzeit nicht Teil der angekündigten Funktion.
Brave plant, Prüfungen bei künftigen Updates direkt im Browser statt innerhalb der TEE auszuführen. Außerdem soll die Verschlüsselung später auf weitere Open-Weight-Modelle in Leo ausgeweitet werden. Wann diese Änderungen kommen, ist nicht angegeben. Bis dahin ist die Wahl von GLM 5.3 Flash in den Einstellungen Voraussetzung für die verschlüsselten Chats.
