Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) hat sich gegen Wildbergers Vorschlag ausgesprochen. Die Einnahmen aus einer Besteuerung von KI-Umsätzen sollen nach dem Vorhaben dazu beitragen, die Kosten für Veränderungen in der Arbeitswelt zu tragen. Angaben zur konkreten Ausgestaltung der Steuer enthält die Stellungnahme des Verbands nicht.
Birgit Janik, Leiterin Steuern beim bevh, argumentiert, eine Abgabe auf den Einsatz von KI würde nach Ansicht des Verbands auch Produktivität und technologischen Fortschritt belasten. Unternehmen könnten dadurch weniger Anreiz haben, ihre Abläufe zu optimieren und in neue Technologien zu investieren. Der bevh sieht darin ein Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit.
Als Alternative schlägt der Verband vor, staatliche Mittel für die Weiterbildung von Beschäftigten einzusetzen. Menschen sollten damit auf Veränderungen in der Arbeitswelt vorbereitet werden. Nach Darstellung des bevh könnte eine höhere Wertschöpfung infolge solcher Qualifizierungen später auch die Steuerbasis vergrößern.
Wildbergers Vorschlag knüpft an die erwarteten Veränderungen von Berufen und Tätigkeiten durch KI an. Der Digitalminister erwartet zugleich zusätzliches Wachstum. Der bevh stellt dem eine andere Priorität entgegen: Statt KI-Umsätze zu besteuern, solle der Staat die Anpassung der Beschäftigten unterstützen. Wie eine mögliche Steuer ausgestaltet würde oder ob der Vorschlag weiterverfolgt wird, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
