In einem Beitrag vom 3. August 2026 stellt OpenAI Apples Vorwürfe und den Ablauf vor der Klage anders dar. Apple habe über seinen externen Anwalt Gabriel Gross zunächst die falsche Person kontaktiert. Gross habe zudem fälschlich gesagt, mit OpenAIs General Counsel Che Chang gesprochen zu haben. Apple habe diese Fehler später eingeräumt, schreibt OpenAI. Die konkreten Anschuldigungen der Klage seien bei diesem Kontakt nicht angesprochen worden. Stattdessen habe Apple erklärt, die Probleme zu lösen, und sich danach fünf Monate lang nicht gemeldet, bevor es Klage einreichte.
Ein weiterer Teil der Darstellung betrifft Chang Liu, der zuvor bei Apple beschäftigt war. Laut OpenAI baten Apple-Mitarbeiter Liu nach dem Ende seines Arbeitsverhältnisses, Dateien und Informationen zu finden. Lius letzter Arbeitstag bei Apple sei der 22. Januar 2026 gewesen; die veröffentlichten Nachrichten dazu datieren von Januar bis März 2026. OpenAI führt den möglichen Zugriff darauf zurück, dass Apples Systeme Berechtigungen nach dem Ausscheiden von Mitarbeitern nicht ordnungsgemäß entfernt hätten. Das ist OpenAIs Darstellung des Vorgangs.
Auch Apples Vorwürfe zu Liu und Tang Tan weist OpenAI zurück. Tan habe mehr als 24 Jahre für Apple gearbeitet und sein Team angewiesen, weder vertrauliche Informationen anderer Unternehmen zu suchen noch solche Informationen zu verwenden. OpenAI erklärt außerdem, es habe Apple Zusammenarbeit angeboten und weder Geschäftsgeheimnisse von Apple noch ein Interesse daran. Eine einstweilige Verfügung, die Apple beantragt habe, sei nach Ansicht von OpenAI nicht erforderlich und stütze sich auf falsche Informationen.
Der Beitrag wurde nach der Veröffentlichung mehrfach ergänzt. OpenAI verlinkte am 6. August auf seinen Antrag, die Klage abzuweisen, am 1. September auf seine Stellungnahme zu Apples Antrag auf eine einstweilige Verfügung und am 14. September auf eine Antwort zu Apples ergänzendem Schriftsatz. Ein Update vom 14. Oktober verweist auf ein Gerichtsverfahren, in dem OpenAI Bedenken vorbringt, Apple könne vertrauliche Informationen und Geschäftsgeheimnisse von OpenAI erhalten haben. Die Angaben zu den Kontakten, Liu und den Vorwürfen stammen aus OpenAIs eigener Darstellung; die gerichtliche Auseinandersetzung ist damit nicht entschieden.
