Laut dem „AI Adoption Report“ haben 37 Prozent der befragten Vizepräsidenten bereits vertrauliche oder nicht für KI freigegebene Daten mit KI bearbeitet. Auf C-Level waren es 20 Prozent, bei Beschäftigten ohne Führungsaufgabe acht Prozent. Myra Security veröffentlichte die Ergebnisse am 15. Oktober 2026. Die Erhebung bezieht sich auf berufliche KI-Nutzende in Deutschland und umfasst mehr als 4.000 Befragte.
46 Prozent verwenden KI im Beruf täglich, weitere 41 Prozent mehrmals pro Woche. Dabei nutzen Beschäftigte verschiedene Zugangswege: 33 Prozent haben ein internes KI-Tool ihres Arbeitgebers, 36 Prozent einen bereitgestellten Account bei einem externen Anbieter. 41 Prozent setzen für berufliche Zwecke auch private Accounts ein; 34 Prozent greifen auf frei zugängliche Angebote zurück. Bei Vizepräsidenten liegt der Anteil mit privatem Account bei 58 Prozent, auf C-Level bei 52 Prozent und bei Beschäftigten ohne Führungsaufgabe bei 43 Prozent.
Bei den verwendeten Modellen liegt ChatGPT mit 80 Prozent vorn, gefolgt von Gemini mit 59 Prozent, Copilot mit 35 Prozent und Claude mit 18 Prozent. DeepSeek kommt auf acht Prozent. Europäische Angebote werden laut Umfrage deutlich seltener genutzt: Le Chat von Mistral AI und Lumo von Proton erreichen im Durchschnitt jeweils etwa zwei Prozent. Auf Vizepräsidentenebene kommt Le Chat auf elf und Lumo auf sechs Prozent. Die Befragten konnten offenbar mehrere Modelle nutzen; die genannten Anteile summieren sich deshalb nicht zu 100 Prozent.
Myra Security bietet nach eigenen Angaben seit kurzem Myra AI Workspace an. Die Plattform soll personenbezogene Angaben wie Namen, E-Mail-Adressen und Kontonummern vor der Weiterleitung an externe Modelle durch Platzhalter ersetzen und diese in der Antwort wieder einsetzen. Über eine Oberfläche erhalten Beschäftigte Zugriff auf mehr als 20 Modelle. Für besonders vertrauliche Inhalte stehen laut Unternehmen Modelle auf der eigenen EU-Infrastruktur bereit.
