Bei einem Treffen mit Investoren am Mittwoch präsentierte Anthropic seine Geschäftszahlen. Der Umsatz sei auf 16,8 Milliarden US-Dollar gestiegen, fast 50 Prozent mehr als zuvor. Für das erste Quartal, also Januar, Februar und März, bezifferte das Unternehmen den Umsatz auf rund 4,8 Milliarden US-Dollar. Die Angaben stehen im Zusammenhang mit den Vorbereitungen auf einen möglichen Börsengang.
Für das dritte Quartal nannte Anthropic außerdem ein Verhältnis von 1,70 US-Dollar Umsatz je US-Dollar, der für Rechenleistung ausgegeben wurde. Die bereinigte operative Marge lag bei 11 Prozent; dabei blieb die aktienbasierte Vergütung unberücksichtigt. Die Zahlen geben damit Einblick in Umsatz und Ausgaben für Compute, beziehen sich aber auf unterschiedliche Kennzahlen und Quartale.
Ein weiteres Thema war die sogenannte Distillation: Dabei werden Ausgaben für die Nutzung eines Modells eingesetzt, um ein anderes Modell zu trainieren. Anthropic zufolge entfielen fünf bis sieben Prozent des Umsatzes auf solche Aktivitäten. Im dritten Quartal habe das Unternehmen sie deutlich zurückgedrängt. Wer die Modelle nutzte und welche konkreten Maßnahmen dafür eingesetzt wurden, geht aus den Angaben nicht hervor.
Anthropic könnte noch in diesem Jahr an die Börse gehen; außerdem wurde eine mögliche Bewertung von mehr als zwei Billionen US-Dollar genannt. Diese Angaben beschreiben eine Möglichkeit und eine Bewertungserwartung, keinen bereits vollzogenen Börsengang. Offen bleibt damit, ob Anthropic tatsächlich noch 2026 an die Börse geht und zu welcher Bewertung. Die berichteten Finanzdaten beziehen sich auf Angaben, die das Unternehmen Investoren gemacht hat.
