Die Beteiligung soll Doctolib zusätzliches Kapital und Zugang zu Nvidia-Technik verschaffen. Nvidia wird nach Angaben von Doctolib keinen Sitz im Aufsichtsrat erhalten. Die Höhe der Beteiligung und die Investitionssumme wurden nicht veröffentlicht. Als enger Technologiepartner soll Nvidia Hardware und Rechenleistung sowie offene Softwarelösungen bereitstellen.
Doctolib will mit den Mitteln schneller neue Mitarbeitende einstellen und eigene KI-Modelle entwickeln. Das Unternehmen plant eine KI-Plattform, die mit eigenen Modellen und Daten arbeiten und von Doctolib kontrolliert werden soll. Damit will die Firma nach Angaben ihres CEO Stanislas Niox-Château eine Alternative zu Sprachmodellen von US-Anbietern aufbauen.
Zu den Vorhaben zählt ein persönlicher Gesundheitsassistent für Patienten. Daneben arbeitet Doctolib an Assistenzsystemen, die Pflegekräfte bei administrativen und klinischen Aufgaben unterstützen sollen. Beide Anwendungsbereiche gehören laut dem Unternehmen zu den wichtigsten Prioritäten für die kommenden zwei Jahre.
Doctolib ist auch in Deutschland aktiv und bietet eine Plattform zur Buchung und Verwaltung von Arztterminen. Im August startete das Unternehmen außerdem ein Forschungsprogramm, für das Daten von rund 50 Millionen Nutzern der Plattform in Europa verwendet werden. Ziel des Programms ist es nach Angaben von Doctolib, Gesundheitsmaßnahmen mit KI zu verbessern. Die neuen KI-Anwendungen sollen auf Nvidia-Technik aufbauen; konkrete Angaben zu ihrem Einsatz oder ihrer Verfügbarkeit liegen nicht vor.
