Die Erweiterung soll Funktionen ermöglichen, die mehr Rechenleistung oder länger verfügbaren persönlichen Kontext benötigen. Meta nennt Streaming-Transkription, kontextbezogene Suche und langfristiges Erinnern als Beispiele. Einfache Aufgaben wie Anrufe und Nachrichten können dagegen direkt auf der Brille laufen. Meta führte Private Processing 2025 für WhatsApp und Meta AI ein und weitet das Konzept nun auf tragbare KI-Geräte aus.
Bei der neuen Architektur werden KI-Modelle in vertraulichen virtuellen Maschinen (CVMs) in der Cloud ausgeführt. Hardwaregestützte Trusted Execution Environments (TEEs) schützen dabei den Speicher; laut Meta erstreckt sich die Abschirmung auf CPU- und GPU-Arbeitslasten. Bevor persönliche Kontextdaten übertragen werden, prüft die Brille die Ausführungsumgebung aus der Ferne. Sie kontrolliert ein hardware-signiertes Zertifikat und gleicht die Messwerte der Software mit einem fortlaufenden Transparenzregister ab. Scheitert die Prüfung, werden keine Daten gesendet.
Zusätzliche Verfahren sollen die Verbindung zwischen Identität und Anfrage verringern: Meta setzt anonyme Zugangsdaten und OHTTP-Weiterleitungen über Betreiber wie Fastly oder Cloudflare ein. Auch dauerhaft gespeicherter Kontext soll innerhalb der geschützten Umgebung bleiben. Die Speicherkomponente befindet sich laut Meta im TEE; Daten werden dort mit vom Nutzer bereitgestellten Schlüsseln verschlüsselt. Abfragen laufen ebenfalls innerhalb dieser Grenze. Produktionsabbilder der CVMs werden in einem Transparenzregister verzeichnet.
Meta gibt an, dass das Unternehmen selbst nicht auf die Daten in der geschützten Umgebung zugreifen kann. Weil Entwickler den geschützten Speicher nicht einsehen und weder Modelleingaben noch -ausgaben mitschneiden können, stützt sich der Betrieb auf zusammengefasste Messwerte, etwa zu CPU-Auslastung, Speicherbelegung, Netzwerklatenz und Hardwarefehlern. Meta arbeitet nach eigenen Angaben mit Sicherheitsfirmen, darunter NCC Group, und Forschenden an Prüfungen der Architektur und der Attestierungsverfahren. Das Unternehmen will ihnen zudem CVM-Binärdateien, Werkzeuge und Dokumentation bereitstellen. Wann die Funktion auf den Brillen startet und welche Anwendungen sie zuerst nutzen, ist noch nicht festgelegt.
