Das nordamerikanische Medien- und Unterhaltungsunternehmen Higgsfield setzt OpenAI-Modelle und Codex in seinen kreativen Produktionsabläufen ein. CEO und Mitgründer Alex Mashrabov zufolge ermöglicht GPT-6 Astra längere Videos als bisher. KI-Agenten erzeugen dabei unterschiedliche Varianten einzelner Einstellungen und können für aufwendige 3D-Modelle externe Werkzeuge aufrufen. Higgsfield sagt, diese Funktionen unterstützten die Konsistenz über längere Videos hinweg.
Für seinen YouTube-Kanal hat Higgsfield nach eigenen Angaben einen Ablauf entwickelt, mit dem sich Lernvideos von mehr als zehn Minuten produzieren lassen. Der Kanal hat laut Mashrabov fast 500.000 Abonnenten. Außerdem erprobt das Unternehmen den Einsatz des visuellen Verständnisses von GPT-6 Astra, um Lernschwierigkeiten an ländlichen Schulen in Kasachstan zu erkennen und passende Videos zu erstellen.
Auch die Bildgenerierung gehört zum beschriebenen Einsatz. GPT-Image-2.5 könne Werbemotive mit lesbarem Text und präzisen Infografiken erzeugen. Higgsfield sieht darin eine Möglichkeit für kleinere Unternehmen, solche Inhalte ohne große Produktionsbudgets zu erstellen. An der Produktentwicklung arbeiten nach Angaben des Unternehmens rund 200 Kreative und 100 Ingenieure. Die Kreativteams nutzen Codex, um Ideen in Software-Prototypen umzusetzen; GPT-6 Astra verringere laut Mashrabov den Aufwand, diese anschließend in die Produktion zu bringen.
Als weiteres Ziel nennt Higgsfield eine Sprachsteuerung für die Videoproduktion: Kreative sollen eine Idee mündlich beschreiben und sie in Echtzeit als Film umsetzen können. Mashrabov bezeichnet diese Richtung als „voice to movie“; dabei kommt GPT-Live-1 ins Spiel. OpenAI veröffentlichte die Angaben am 13. Oktober 2026. Konkrete Preise, Zugangsmöglichkeiten oder einen Starttermin für die genannten Modelle und Funktionen führt die Unternehmensseite nicht auf.
