Entwickler und Unternehmen können Argon laut Google über die API in AI Studio und auf der Gemini-Plattform nutzen. Abonnenten von Google AI Ultra erhalten Zugriff in Google Antigravity; in der Gemini App und im AI Mode in Search steht das Modell laut Google Abonnenten von Google AI Ultra und Pro zur Verfügung. Der Einführungspreis beträgt 2 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 10 US-Dollar pro Million Output-Tokens. Auf zwischengespeicherte Input-Tokens gewährt Google einen Rabatt von 95 Prozent.
Google ordnet Argon als Modell für komplexe Aufgaben in Bereichen wie Programmierung, Finanzen, Recht, Cybersicherheit und Wissenschaft ein. Im Vals Index, der laut Google die Leistung in wirtschaftlich relevanten Bereichen wie Finanzen, Programmierung, Recht und Steuerarbeit misst, belege Argon Platz 1. Das sind Angaben des Unternehmens. Google berichtet außerdem, dass der Einsatz in Antigravity die Zahl agentischer Code-Einreichungen bei eigenen Teams um mehr als 35 Prozent erhöht und Code-Rollbacks um nahezu ein Drittel gesenkt habe.
Für Robotik beschreibt Google Anwendungen entlang verschiedener Arbeitsschritte: Argon soll Roboter steuern, Simulationsumgebungen aus Kameraaufnahmen oder Skizzen rekonstruieren und Bewegungen auswerten. In einem gezeigten Beispiel übt der vierbeinige Roboter Spot mit einem beweglichen Roboterarm das Treten eines Mülleimerpedals zunächst in einer MuJoCo-Simulation. Danach soll er eine Dose in den realen Behälter werfen. Bei einem weiteren Beispiel richtet ein Roboterarm eine umgekippte Tasse auf und legt eine zerknüllte Serviette hinein.
Auf dem Embodied Reasoning (ERQA)-Benchmark erreicht Argon laut Google 87 Prozent. Der Test prüft, ob ein Modell räumliche Aufgaben in dreidimensionalen Umgebungen verstehen und lösen kann. Google erklärt, Argon habe dabei andere Frontier-Modelle übertroffen. Die beschriebenen Robotikabläufe sind Beispiele für mögliche Anwendungen; die Angaben zu Benchmark und Leistung stammen von Google.
