Im Build-Tab von Google AI Studio können Nutzerinnen und Nutzer ab sofort die Option „Build an Android app“ auswählen und ihre App per Eingabe beschreiben. Google AI Studio erzeugt dafür Kotlin-Code mit Jetpack Compose. Eine lokale Entwicklungsumgebung, ein installiertes Software Development Kit oder eine leistungsstarke lokale Hardware sind laut Google für den Einstieg nicht nötig.
Zum Prüfen gibt es einen Android-Emulator im Browser. Alternativ lässt sich eine App über Android Debug Bridge (ADB) auf einem Android-Gerät installieren. Wer ein Google-Play-Developer-Konto verbindet, kann die App mit einem Klick im Internal Test Track von Google Play bereitstellen. Das ist für interne Tests gedacht; eine allgemeine Veröffentlichung im Play Store beschreibt Google in diesem Zusammenhang nicht.
AI Studio erhält außerdem eine direkte Anbindung an Google Workspace. Damit können erstellte Apps laut Google unter anderem auf Daten aus Sheets sowie Dokumente und Daten aus Drive zugreifen. Projekte lassen sich zudem nach Google Antigravity exportieren. Dabei werden Gesprächsverlauf, Projektdateien und Secrets übernommen, sodass die Arbeit dort fortgesetzt werden kann.
Für die Gestaltung hat Google Funktionen zur Bildgenerierung mit Nano Banana und zum Bearbeiten der Vorschau ergänzt: Komponenten können direkt im Preview-Fenster markiert und angepasst werden. Eine mobile AI-Studio-App ist zur Vorregistrierung verfügbar. Google nennt darin die Möglichkeit, Code zu bearbeiten, Builds anzusehen und Apps aus einer mobilen Galerie als Grundlage zu verwenden.
Für den Einstieg können die ersten zwei Apps kostenlos bei Google Cloud bereitgestellt werden; dafür ist laut Google keine Kreditkarte erforderlich. Bei Projekten, in denen die Abrechnung bereits aktiviert ist, gilt weiterhin standardmäßig die Cloud-Run-Free-Tier. Die neuen Funktionen erweitern AI Studio damit um Entwicklung, Vorschau und interne Verteilung nativer Android-Apps an einem Ort.
