Die neue Funktion ist seit dem 14. September 2026 verfügbar. Sie überträgt die MCP-Unterstützung von Apigee auf Apigee hybrid: Bestehende APIs lassen sich als Werkzeuge für KI-Agenten bereitstellen, ohne dafür eigenen MCP-Server-Code zu schreiben oder einen separaten MCP-Server zu betreiben. Laut Google richtet sich das auch an Organisationen, deren Laufzeitumgebung im eigenen Rechenzentrum, in einer Colocation-Einrichtung oder bei einem anderen Cloud-Anbieter liegt.
Für die Bereitstellung wird eine API mit einer OpenAPI-3.0.x-Spezifikation beschrieben und daraus ein MCP Discovery Proxy erstellt. Jede Operation der Spezifikation wird zu einem MCP-Tool. Agenten können über JSON-RPC mit `tools/list` verfügbare Werkzeuge abrufen und sie mit `tools/call` aufrufen. Apigee übernimmt dabei das MCP-Protokoll und die Umwandlung zwischen den Formaten.
In Apigee hybrid läuft die MCP-Datenebene im eigenen Kubernetes-Cluster. Die Steuerungsebene in Google Cloud erzeugt die Werkzeugkonfiguration; ein Sidecar im Cluster ruft sie regelmäßig ab. Laut Google verlassen MCP-Anfragen und -Antworten den Cluster bei der Verarbeitung nicht. Die Verbindung für den Konfigurationsabruf wird aus dem Cluster heraus aufgebaut; die Steuerungsebene initiiert keine Verbindung hinein. Das bestehende apigee-watcher-Konto wird dafür weiterverwendet.
Die MCP-Endpunkte übernehmen laut Google die Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen von Apigee-Proxys, darunter OAuth 2.0, OpenID Connect, API-Key-Prüfung und Richtlinien. Über API-Produkte können Organisationen festlegen, welche Tools ein Client nutzen darf, und bei Bedarf Quoten pro Tool setzen. Die Beschränkung wirkt auch bei der Entdeckung: `tools/list` zeigt einem Client nur die für ihn freigegebenen Werkzeuge. Die Funktion ist für Subscription- und Evaluation-Organisationen verfügbar, auch wenn Data Residency aktiviert ist. MCP Discovery Proxies werden außerdem automatisch in den Apigee API hub aufgenommen und dort als MCP-APIs gekennzeichnet; ihre Operationen werden einzelnen Tools zugeordnet.
