Im Mittelpunkt steht die Frage, wie KI-Systeme Arbeitsabläufe rund um Erdbeobachtungsdaten steuern können. Diese Daten stammen etwa von Satelliten, Sensoren und Bodeninfrastrukturen und müssen häufig parallel verarbeitet und eingeordnet werden. Die Veranstalter sehen Potenzial dafür, solche Verarbeitungsschritte zu verknüpfen und daraus konkrete Aktionen abzuleiten.
Nach Darstellung von Prof. Dr. Begüm Demir, Organisatorin des Workshops und Vizedirektorin von BIFOLD, könnten agentische Systeme unter anderem Datenverarbeitungsketten in Rechenzentren und Bodeninfrastrukturen optimieren. Sie könnten außerdem automatisch passende Abläufe starten und Entscheidungen in Echtzeit unterstützen. Auf Satellitenebene geht es um flexible Missionsplanung, die Priorisierung von Messaufträgen und das eigenständige Erkennen geeigneter Gelegenheiten zur Datenerfassung.
Ein weiterer Themenbereich ist die Zusammenarbeit zwischen Satelliten sowie der Einsatz verteilter Multi-Agenten-Systeme. Das Programm umfasst Keynotes und Demo- sowie Postersessions. Als Institutionen, aus denen Vortragende kommen, nennt die TU Berlin unter anderem ESA, NASA, Stanford und Mistral.
Veranstaltet wird der Workshop vom Berlin Institute for the Foundations of Learning and Data (BIFOLD) an der TU Berlin gemeinsam mit dem ESA Φ-lab. Die Veranstaltung findet im Langenbeck-Virchow Haus in der Luisenstraße 58/59 in Berlin statt. BIFOLD ist nach Angaben der TU Berlin eines von sechs nationalen KI-Kompetenzzentren in Deutschland. Das Institut beschäftigt mehr als 150 Mitarbeitende in 14 Forschungsgruppen; zu seinen Themen zählt auch Erdbeobachtung.
