Den Anfang macht die Find-X10-Reihe, auf der ColorOS 17 direkt zum Einsatz kommt. Anschließend soll die Verteilung auf weitere Geräte ausgeweitet werden. Oppo beschreibt die neue Oberfläche als flüssiger und effizienter. In ausgewählten Testszenarien soll die Auslastung bei der Darstellung von Bildschirminhalten gegenüber der Vorgängerversion um bis zu 30 Prozent sinken; zugleich werde bis zu 25 Prozent weniger Arbeitsspeicher benötigt. Beim Multitasking sollen mehr als 25 Prozent zusätzliche Apps im Hintergrund gehalten werden können.
Zu den KI-Neuerungen gehört der Agent Mode von AI Mind Pilot. Er soll mehrere Arbeitsschritte anhand einer Anweisung verbinden und dafür auf Fotos und Dateien auf dem Smartphone sowie auf verschiedene Informationsquellen zugreifen können. Memory Collections sortiert thematisch verbundene gespeicherte Inhalte und fasst sie zusammen. Für Reisepläne kann AI Mind Space gespeicherte Orte, Ideen und Informationen mit Kartenmaterial kombinieren. AI Mind Suggest soll je nach Tageszeit und Nutzungssituation passende Informationen und Dienste bereitstellen. OSee analysiert auf Anforderung Objekte und Szenen im Kamerabild und verknüpft sie mit passenden Diensten.
Einige Funktionen starten nicht überall gleichzeitig. Die KI-Analyse laufender Telefonate, die Betrugsversuche erkennen und davor warnen soll, ist laut Oppo nicht für die EU vorgesehen. AI Photo Agent, mit dem sich Bildänderungen in natürlicher Sprache beschreiben oder Bildstile übertragen lassen, soll zunächst in anderen Ländern starten und später auch Europa erreichen. AI Mind Suggest ist ebenfalls zunächst auf ausgewählte Regionen beschränkt.
Für cloudbasierte KI-Anwendungen setzt Oppo nach eigenen Angaben auf die Private Computing Cloud. Übertragene Daten sollen Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein; auch Oppo selbst soll keinen Zugriff erhalten. ColorOS 17 ergänzt dies um neue Verschlüsselungsverfahren, die laut Hersteller auch künftige Bedrohungen durch Quantencomputer berücksichtigen. Ein persönlicher Transparenzbericht zeigt, welche KI-Dienste wann genutzt wurden und welche Vorgänge sie ausgeführt haben. Er lässt sich einsehen und exportieren.
