Nach ersten Berechnungen von Eurostat beschleunigte sich der monatliche Anstieg im Euroraum gegenüber Juli, als die Erzeugerpreise um 1,6 Prozent zugelegt hatten. In der EU hatte der Zuwachs im Juli 1,4 Prozent betragen. Die Augustwerte beziehen sich auf die Verkaufspreise ab Werk für Produkte auf dem jeweiligen Inlandsmarkt; Importe sind nicht enthalten. Die Zahlen sind weder um Arbeitstage noch saisonbereinigt.
Im Euroraum stiegen die Preise gegenüber Juli bei Vorleistungsgütern und langlebigen Konsumgütern jeweils um 0,4 Prozent. Investitionsgüter verteuerten sich um 0,2 Prozent, kurzlebige Konsumgüter um 0,1 Prozent. Ohne Energie gerechnet nahmen die Preise der gesamten Industrie um 0,2 Prozent zu. In der EU waren die Veränderungen ähnlich: Vorleistungsgüter verteuerten sich um 0,4 Prozent, Investitionsgüter um 0,2 Prozent, langlebige Konsumgüter um 0,3 Prozent und kurzlebige Konsumgüter um 0,2 Prozent. Auch dort betrug der Anstieg ohne Energie 0,2 Prozent.
Im Jahresvergleich war Energie der größte Preistreiber. Im Euroraum lagen die Energiepreise 21,0 Prozent über dem Stand von August 2025; in der EU waren es 20,7 Prozent. Ohne Energie betrug der jährliche Anstieg 3,4 Prozent im Euroraum und 3,3 Prozent in der EU. Vorleistungsgüter verteuerten sich binnen Jahresfrist um 6,8 beziehungsweise 6,5 Prozent. Bei kurzlebigen Konsumgütern gab es dagegen Rückgänge von 0,8 Prozent im Euroraum und 0,7 Prozent in der EU.
Unter den EU-Mitgliedstaaten verzeichnete Irland mit 17,1 Prozent den stärksten jährlichen Anstieg, gefolgt von Bulgarien mit 16,8 Prozent und Litauen mit 14,6 Prozent. Luxemburg war mit einem Minus von 7,9 Prozent das einzige Land mit sinkenden Erzeugerpreisen im Jahresvergleich. Monatlich stiegen die Preise im August in allen Mitgliedstaaten; die größten Zunahmen meldeten Bulgarien und Estland mit jeweils 3,3 Prozent, Italien mit 3,1 Prozent und Dänemark mit 3,0 Prozent. Eurostat hält die nächste Veröffentlichung für den 5. November 2026 fest.
