Der Bericht des Office of Inspector General (OIG) vom 24. September 2026 befasst sich mit dem Offboarding-Prozess des Board der Federal Reserve. Bei der Prüfung stellte die Aufsichtsbehörde fest, dass das Board nach dem Ausscheiden eines Beschäftigten nicht ausreichend in der Lage war, eine mögliche Entfernung von Informationen zu erkennen und wirksam darauf zu reagieren. Das OIG veröffentlichte deshalb eine Managementwarnung, bevor die geplante Prüfung abgeschlossen war.
Im Mittelpunkt steht ein ehemaliger Beschäftigter, der möglicherweise als vertraulich eingestufte Informationen des Federal Open Market Committee (FOMC) sowie weitere sensible Daten entfernt hat. Der Bericht stellt nicht fest, dass dies tatsächlich geschehen ist. Das OIG verweist außerdem auf einen früheren Informationssicherheitsvorfall dieser Person, bei dem ebenfalls als vertraulich eingestufte FOMC-Informationen betroffen waren. Dieser Vorfall verstärkte nach Darstellung der Aufsichtsbehörde die Bedenken hinsichtlich des möglichen neuen Vorfalls.
Das OIG sieht in dem Fall Risiken für die Informationssicherheit und Mängel bei den internen Kontrollen des Board. Die Behörde hält diese Punkte für dringlich und richtet neun Empfehlungen an das Board. Sie sollen die Kontrollen stärken, mit denen mögliche Sicherheitsvorfälle verhindert, erkannt und aufgearbeitet werden. Der Bericht nennt damit sowohl vorbeugende Maßnahmen als auch Schritte zur Reaktion auf einen Vorfall.
Die Feststellungen beziehen sich auf den Umgang mit Informationen beim Ausscheiden von Beschäftigten und auf die Reaktion des Board im konkreten Fall. Das OIG beschreibt einen möglichen Informationsabfluss, nicht einen bestätigten. Seine Empfehlungen zielen darauf, Kontrollen entlang der Prävention, Erkennung und Bearbeitung solcher Vorfälle auszubauen. Die angekündigte Prüfung des Offboarding-Prozesses war zum Zeitpunkt der Managementwarnung noch nicht abgeschlossen; der Bericht dokumentiert daher zunächst die Bedenken und die neun Empfehlungen des OIG.
