Generalstaatsanwalt Rob Bonta ließ OpenAI die Vorladung am 30. September 2026 zustellen. Das kalifornische Department of Justice (DOJ) untersucht Vorfälle, die aus dem Betrieb von OpenAI und dessen KI-Modellen hervorgegangen sind. Die Vorladung gehört nach Angaben des DOJ zu einer umfassenderen Prüfung von Cybersecurity-Vorfällen und damit verbundenen Risiken. Bonta erklärte, seine Behörde stelle OpenAI dazu weitere Fragen.
Im Vormonat hatte Bonta bekannt gegeben, dass das DOJ eine formelle Untersuchung zum Hugging-Face-Vorfall eingeleitet hat. Zugleich beobachte die Behörde weiterhin, ob die KI-Branche kalifornische Gesetze einhält. Die nun zugestellte Vorladung steht laut DOJ im Rahmen dieser laufenden Arbeit. Die Behörde fordert außerdem Personen mit Informationen zu diesem oder ähnlichen Cybersecurity-Vorfällen und Risiken auf, sich über ein Meldeformular an sie zu wenden.
Bonta begründete das Vorgehen mit der Verantwortung von Unternehmen, die Frontier-Modelle entwickeln und zur Nutzung anbieten. Solche Modelle könnten zwar für die Cyberabwehr eingesetzt werden; Unternehmen müssten aber verhindern, dass ihre Systeme Cyberangriffe ausführen oder ermöglichen. Das gelte nach seiner Darstellung sowohl während Entwicklung und Tests als auch nach der Bereitstellung. Das DOJ will prüfen, ob in diesem Fall eine rechtliche Verantwortlichkeit besteht.
Die Untersuchung ist Teil weiterer Aktivitäten der kalifornischen Behörde im Bereich KI. Im Vormonat hatte Bonta gemeinsam mit einer parteiübergreifenden Gruppe von Generalstaatsanwälten den US-Kongress zu Maßnahmen für große KI-Modelle und deren Entwickler aufgefordert. Im Januar kündigte er außerdem eine Untersuchung zu Berichten über nicht einvernehmliche sexuell explizite Inhalte auf X und mit Grok an. Aus der aktuellen Mitteilung geht hervor, dass die Fragen an OpenAI Cybersecurity-Vorfälle und Risiken betreffen; ein Ergebnis der Untersuchung wird darin nicht mitgeteilt.
