Barclays will Claude in weiteren Bereichen des Konzerns einsetzen. Nach Angaben von Anthropic soll die KI bei der Entwicklung von Software helfen, ältere IT-Systeme modernisieren und Arbeitsabläufe effizienter machen. Die Bank plant, bis Ende 2026 Claude Code für 50 Prozent ihrer Entwicklerinnen und Entwickler bereitzustellen. 2027 soll die Mehrheit der Software Engineers damit arbeiten.
Ein bereits genutztes System ist der Colleague Knowledge Assistant für Beschäftigte von Barclays UK. Es beantwortet Fragen auf Basis einer Retrieval-Augmented-Generation-Architektur und ist seit 2025 verfügbar. Mehr als 16.000 Mitarbeitende haben den Assistenten nach Angaben von Anthropic genutzt; insgesamt verarbeitete er über eine Million Suchanfragen. Er soll Beschäftigten helfen, Informationen für die Betreuung von mehr als 20 Millionen Privatkundinnen und -kunden in Großbritannien schneller zu finden.
Auch im Bereich Global Markets setzt Barclays Claude ein. Die Modelle ordnen eingehende E-Mails ein, ergänzen Informationen und bestimmen, an welche Stelle eine Anfrage weitergeleitet werden soll. So können Teams erkennen, welche Angaben für die Bearbeitung noch benötigt werden, und Anfragen priorisieren. Die Plattform verarbeitet laut Anthropic rund 120.000 E-Mails pro Tag und soll den manuellen Aufwand verringern.
Barclays erklärt, bei den Anwendungen Sicherheitsvorgaben, Kontrollen und menschliche Aufsicht einzusetzen. Die Ausweitung betrifft damit neben internen Arbeitsabläufen auch Systeme, die Beschäftigte bei Kundenanfragen unterstützen. Wie der weitere Rollout im Detail abläuft, wird in der Ankündigung nicht ausgeführt. Anthropic beschreibt die Zusammenarbeit als Ausbau einer bereits bestehenden strategischen Partnerschaft mit der Bank.
