SPACE steht für „Sandboxed Platform for Agentic Code Execution“ und ist die Sandbox-Plattform hinter Perplexity Computer. Über eine HTTP-API können Anwendungen Linux-Umgebungen erstellen, Befehle ausführen und deren Ausgabe per Server-Sent Events übertragen. Der öffentliche Stand ist Version 0.8.0; die Implementierung ist in Rust geschrieben. Perplexity zufolge laufen alle Sitzungen von Computer auf SPACE.
Jede Sandbox erhält einen eigenen Gast-Kernel und ein beschreibbares Dateisystem auf Basis eines Templates. Ein Gateway auf dem Host regelt ausgehende Verbindungen. Zugangsdaten gelangen laut Perplexity nicht in die virtuelle Maschine, sondern werden auf der Netzwerkebene eingebunden. Der Credential Store unterstützt abgestufte Berechtigungen, Ratenbegrenzungen und Audit-Protokolle. Sandboxes können laufen, pausiert, suspendiert oder gelöscht werden. Beim Suspendieren werden Speicher, Laufzeitzustand und Dateisystem gesichert; standardmäßig geschieht das nach sechs Stunden ohne Aktivität.
Für den Betrieb braucht es einen Linux-x86_64-Host mit KVM, btrfs und Docker. Eine Bereitstellung ist über ein lokales Kind-Kubernetes-Cluster oder im direkten Modus möglich. Für Installationen in einer virtuellen Maschine ist verschachtelte Virtualisierung erforderlich. Perplexity gibt an, dass die mediane Erstellungszeit in der Produktion gegenüber dem zuvor genutzten Anbieter von 185 auf 60 Millisekunden sank. Beim 90. Perzentil verringerte sie sich von 447 auf 89 Millisekunden.
Bei einem Red-Team-Test mit neun Modellen erreichte keiner von 108 Ausbruchsversuchen den Host. Bei teilweise freigegebenem Netzwerkverkehr umgingen Agenten die Regeln zunächst in 11 von 54 Durchläufen; vier Modelle fanden dabei einen Weg über DNS-Spoofing und gemeinsam genutzte CDN-IP-Adressen. Perplexity ergänzte daraufhin eine Prüfung der Quelladresse sowie TLS-Prüfungen von SNI und HTTP-Host gegen eine Erlaubnisliste. Im anschließenden Test wurde kein bestätigter Netzwerk-Bypass gefunden. Das Projekt ist auf GitHub unter Apache 2.0 verfügbar.
