d1-ultra verarbeitet Text, Bilder oder beides und beantwortet fest umrissene Fragen mit Wahrscheinlichkeiten. Das Modell kann etwa für Ja-Nein-Fragen eine Wahrscheinlichkeit zwischen 0 und 1 liefern, eine Auswahl samt Wahrscheinlichkeit pro Antwortoption treffen oder eine Position auf einer abgestuften Bewertungsskala angeben. Die Auswertung erfolgt laut Dokumentation in einem Durchlauf; generierte Ausgabetokens fallen dabei nicht an.
Liquid AI stellt das Modell über die eigene API bereit. Die Abrechnung erfolgt für Eingabetokens zum Preis von 0,042 US-Dollar pro Million Tokens. Bilder werden nach Angaben von Liquid AI mit 1,5 Tokens je Bildausschnitt von 32 × 32 Pixeln berechnet. Ein Bild mit 1024 × 1024 Pixeln entspricht demnach 1.536 Tokens. Werden mehrere Fragen zu einem Bild gestellt, wird das Bild für jede Frage erneut berechnet.
Für Anfragen gelten Grenzen von acht Bildern und 10.000 Bildausschnitten; der vollständige JSON-Anfragetext darf höchstens 4,5 MB groß sein. Liquid AI nennt Anwendungsfälle wie Moderation, Weiterleitung, Triage und die Prüfung von Schadensmeldungen anhand von Fotos. Für Zusammenfassungen, Chat und Codegenerierung empfiehlt das Unternehmen dagegen ein Sprachmodell.
Bei einem Vergleich mit 112 Auswertungen habe d1-ultra laut Liquid AI in allen acht Kategorien der eigenen Tests vorne gelegen und TypeSafe Jev 1.14 bei gleichem Preis übertroffen. Im Artificial Analysis Decision Index gibt Liquid AI für d1-ultra einen Spitzenplatz und 65 Punkte an. Eine unabhängige Aufschlüsselung der einzelnen Benchmark-Ergebnisse wird in den vorliegenden Angaben nicht ausgewiesen. Parameterzahl und Kontextlänge sind nicht veröffentlicht; verfügbar ist das Modell derzeit nur über die gehostete Liquid API, nicht als herunterladbare Gewichte.
