Die Suche läuft nicht mehr über ein Formular: Nutzerinnen und Nutzer schildern KAIA ihr Anliegen in eigenen Worten. Das kann ein einzelnes Stichwort oder eine ausführliche Anforderung sein. Die KI stellt bei Bedarf Rückfragen, um den Bedarf einzugrenzen, und schlägt anschließend passende PropTech-Unternehmen vor. Zu den Ergebnissen gibt es Produktinformationen und die Möglichkeit, Kontakte vermitteln zu lassen. Der Start erfolgte am 15. Oktober 2026.
Als mögliche Suchanliegen nennt der ZIA eine Software für Verbrauchsdatenerfassung und Dekarbonisierungsplanung in einem Büro-Spezialfonds sowie eine App, die Prüffristen für mehrere tausend Anlagen im Facility-Management überwacht. Unternehmen können KAIA damit für unterschiedliche Aufgaben aus Bau- und Immobilienwirtschaft nutzen. Die Plattform ist laut ZIA und blackprint nicht auf ZIA-Mitglieder beschränkt, sondern steht auch Lösungsanbietern, Verbänden und Investoren offen.
Auf KAIA sind nach Angaben von blackprint bereits mehr als 2.300 PropTech-Unternehmen und über 3.200 zugehörige Lösungen erfasst. Die Datenbasis umfasst außerdem rund 3.000 Studien, Reports und Fachveröffentlichungen. PropTechs, die bereits gelistet sind, können ihren Unternehmensauftritt beanspruchen, verifizieren und Angaben zu Lösungen, Referenzen und Produkten selbst pflegen. Weitere Anbieter können ihr Unternehmen und ihre Lösungen neu eintragen. ZIA-PropTech-Mitglieder werden gekennzeichnet, in den Ergebnissen hervorgehoben und in einer eigenen Übersicht zusammengeführt.
Die Nutzung setzt eine Registrierung voraus und folgt einem Freemium-Credits-Modell. Der Chat lässt sich laut ZIA bis zur Anzeige konkreter Lösungen kostenlos verwenden. ZIA-Mitgliedsunternehmen erhalten zusätzlich ein Nutzungskontingent, das der Verband als Teil seiner Mitgliedsleistungen bereitstellt. Die KI-Technologie wurde von blackprint entwickelt; die dafür gebündelten Plattform-, Daten- und KI-Kompetenzen liegen in der blackprint Hub GmbH, die aus dem Zusammenschluss mit FUTU-RE im Februar 2026 hervorging. Der ZIA verweist zudem auf eine Sonderauswertung aus 2025, der zufolge mehr als zwei Drittel der großen Immobilienunternehmen zunehmend mit PropTechs kooperieren.
