OpenAI beschreibt in einem am 14. Oktober 2026 veröffentlichten Beitrag, wie SentinelOne Daybreak für die Untersuchung von Malware einsetzt. Das Produkt ermöglicht Sicherheitsteams den Zugriff auf OpenAI-Modelle für Cybersecurity-Aufgaben. SentinelOne untersucht damit Schadsoftware und versucht, ihr Verhalten besser zu verstehen. Die Zeit für sogenanntes Reverse Engineering sinkt nach OpenAI-Angaben von vier bis sechs Wochen auf ungefähr acht Stunden.
Die kürzere Analysezeit schafft laut OpenAI Kapazität, um mehr Schadsoftware-Beispiele zu untersuchen. Durch den Vergleich zusätzlicher Samples können Forschende gemeinsame Bestandteile und Verbindungen zwischen verschiedenen Bedrohungen erkennen. Solche Zusammenhänge können auch Hinweise für Untersuchungen im Auftrag von Kunden liefern. OpenAI zufolge können inzwischen zudem mehr Mitglieder des SentinelOne-Teams selbst Sicherheitsaufgaben übernehmen.
Gregor Stewart, Chief AI Officer von SentinelOne, betont laut OpenAI, dass Menschen weiterhin für die Ergebnisse verantwortlich bleiben. Der Beitrag unterscheidet dabei zwischen Entscheidungen über die Architektur und einzelnen Korrekturen: Architekturentscheidungen sollen von Menschen geprüft werden, während sich manche punktuellen Änderungen für eine Automatisierung eignen können. Daybreak unterstützt somit die Analyse, ersetzt nach dieser Beschreibung aber nicht die menschliche Verantwortung für deren Resultate.
OpenAI nennt SentinelOne als Unternehmen im Bereich Enterprise-Technologie in Nordamerika. Für Daybreak verweist die Produktseite auf eine Kontaktaufnahme mit dem Vertrieb; konkrete Preise oder Bedingungen zur Verfügbarkeit nennt OpenAI nicht. Die von OpenAI angeführte Zeitersparnis bezieht sich auf den Vergleich mit dem bisherigen Aufwand für das Reverse Engineering bei SentinelOne. Sie beschreibt damit den dort berichteten Einsatz und nicht automatisch die Dauer jeder Malware-Untersuchung.
