Bei einer Gesprächsrunde auf der New York Comic Con erklärte Cage, er habe keine Erlaubnis für die Nutzung künstlicher Intelligenz im Zusammenhang mit „Spider-Noir“ erteilt. Der Schauspieler lehnt KI in der Schauspielerei nach eigener Aussage kritisch ab. Die Vereinbarung, die Amazon ihm für die Serie vorgelegt habe, habe er deshalb nicht unterschrieben. Cage stellte zugleich infrage, ob er künftig wieder mit dem Unternehmen arbeiten werde.
Cage begründete seine Haltung auch mit Amazons Umgang mit KI. Dabei verwies er auf eine von ihm genannte Investition von rund 50 Milliarden Dollar in OpenAI. Seine Aussagen beziehen sich auf eine mögliche Verwendung von KI im Zusammenhang mit der Serie; welche konkreten Anwendungen die Vereinbarung abdecken sollte, geht aus seinen Äußerungen nicht hervor.
Amazon hat „Spider-Noir“ nach einer Staffel beendet. Die Entscheidung fiel wenige Wochen vor Cages Auftritt auf der Comic-Con. Die Serie soll in ihren ersten sechs Wochen 2,6 Milliarden Streaming-Minuten erreicht haben und erhielt elf Emmy-Nominierungen. Cage hatte mit der Produktion erstmals die Hauptrolle in einer Fernsehserie übernommen. Trotz des Konflikts sagte er, dass er künftig häufiger in Serien mitspielen könne.
Bei derselben Veranstaltung sprach Cage außerdem über sein Interesse an jungen Filmschaffenden, insbesondere aus der Generation Z, die über YouTube in die Branche gelangen. Als Beispiel führte er Kane Parsons an, der mit Onlinevideos bekannt wurde und inzwischen in Hollywood arbeitet. Außerdem kündigte Cage an, in einer kommenden Staffel von HBOs „True Detective“ mitzuwirken. Eine offizielle Bestätigung durch HBO lag zunächst nicht vor.
