Die Reihe behandelt, wie künstliche kognitive Systeme ihre physische und virtuelle Umwelt erfassen, interpretieren und verändern. Im Zentrum stehen grundlegende Fragen zur Funktionsweise von KI und ihrem Einsatz in den Wissenschaften. Die Vorträge verbinden diese Themen mit ethischen Aspekten und Neurodiversität; als Leitfrage nennt die Akademie das Verhältnis zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz sowie dessen Chancen, Grenzen und ethische Folgen.
Den Auftakt bildet am Donnerstag, 12. November 2026, um 19:00 Uhr der Vortrag „KI-STE AUF! Wie funktionieren große Sprachmodelle?“ von Prof. Dr. Chris Biemann von der Universität Hamburg. Er soll erklären, wie sich Sprachmodelle von einfachen statistischen Verfahren zu heutigen ChatBots entwickelt haben und welche technischen Voraussetzungen und welches menschliche Feedback dafür nötig sind. Auch Fehler der Modelle sind Thema. Als Beispiele nennt die Akademie ChatGPT, Claude und DeepSeek.
Am 10. Dezember 2026 spricht die Ethikerin Prof. Dr. Judith Simon von der Universität Hamburg über „Generative KI und die Verführung der Reibungslosigkeit“. Dabei geht es um Veränderungen, die die breite Nutzung generativer KI in Bereichen wie Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Journalismus und Politik mit sich bringt. Der Vortrag soll Ursachen und epistemische, ethische sowie gesellschaftliche Folgen dieser Veränderungen untersuchen.
Der dritte Termin ist für den 14. Januar 2027 angesetzt: Prof. Dr. Klaus-Robert Müller von der TU Berlin und der Korea University in Seoul hält den Vortrag „KI für die Wissenschaften: Auf dem Weg zum Verständnis“. Die Reihe umfasst außerdem einen Vortrag von Prof. Dr. André Zimpel aus der Neurodiversitätsforschung. Die Akademie-Arbeitsgruppe „Künstliche kognitive Systeme“ hat das Programm für das Wintersemester 2026 / 2027 konzipiert.
