In seinem Vortrag bei QCon AI stellt Peterson die Kosten von KI-Anwendungen in den Mittelpunkt. Vor sechs Monaten habe sein Unternehmen eine Veränderung in den Rechnungen bemerkt, sagt er. KI-Ausgaben träten inzwischen neben Cloud-Kosten und könnten diese übertreffen. Peterson beschreibt den Einsatz von Sprachmodellen dabei als alltägliche Ausgabe: Recherche, Programmieren oder das Erstellen von Bildern könnten jeweils über unterschiedliche KI-Dienste laufen und Kosten verursachen.
Als besonders problematisch bezeichnet Peterson „Tokenmaxxing“: den Einsatz von KI-Ausgaben als Kennzahl dafür, wie stark Beschäftigte KI nutzen. Er schätzt die damit verbundenen Ausgaben auf 5 bis 15 Milliarden US-Dollar. Die Zahl sei schwer genau zu bestimmen. In Unternehmen würden nach seiner Beobachtung teils Ranglisten erstellt, um die KI-Nutzung von Beschäftigten sichtbar zu machen. Dabei könne der Eindruck entstehen, dass geringe Ausgaben auf eine schlechte Nutzung hindeuteten.
Peterson sieht darin einen Wandel für Softwareteams. Entwicklerinnen und Entwickler müssten sich auf eine erweiterte Rolle einstellen, die er als „forced promotion“ bezeichnet. Seine Einschätzung dazu habe sich verändert: Im Vorjahr habe er noch erwartet, dass Menschen ihren Arbeitsplatz eher an andere verlieren würden, die KI einsetzen. Nun glaube er, dass KI selbst stärker in die Arbeit eingreife. Im Vortrag wird zudem seine Erwartung genannt, dass bis 2028 vollständig autonome KI Code schreiben, ausliefern und steuern werde.
Der Vortrag verbindet damit Kostenkontrolle und Veränderungen in der Softwareentwicklung. Petersons Zahlen und Einschätzungen sind seine Angaben und Prognosen. Konkrete Abrechnungsmodelle oder ein allgemeingültiger Maßstab für wirtschaftlichen KI-Einsatz führt er in dem vorliegenden Ausschnitt nicht aus.
