Für die Untersuchung wurden 11.000 Menschen befragt. Sechs von zehn gaben an, dass sie sich unwohl dabei fühlen, einem KI-Assistenten Zugriff auf ihre Daten zu geben. Trotzdem stimmen viele zu, wenn sie den Zugriff nutzen möchten. Dieses Verhalten wird in der Studie als „resignierte Einwilligung“ bezeichnet.
Nur 7 Prozent der Befragten fühlten sich uneingeschränkt wohl damit, KI-Assistenten wie ChatGPT bedingungslosen Datenzugriff zu gewähren. Weitere 17 Prozent erlaubten den Zugriff, obwohl sie Bedenken hatten. Das Muster zeigte sich über verschiedene Generationen und Geschlechter hinweg, unterschied sich aber zwischen den Ländern.
In Deutschland gaben 24 Prozent der Befragten Daten aus Resignation frei. In den USA lag der Anteil bei 10 Prozent. Zugleich lehnten hierzulande 16 Prozent KI vollständig ab; über alle untersuchten Märkte hinweg waren es durchschnittlich 23 Prozent. Die stärksten Vorbehalte betrafen Finanzdaten: 64 Prozent äußerten dabei Bedenken. Fast ein Viertel würde ein KI-Produkt eher ganz aufgeben, als den Zugriff auf Finanzdaten zu erlauben.
Resignierte Einwilligungen kamen der Untersuchung zufolge eher bei Zugriffsrechten auf Kalender, E-Mails oder Gesundheitsdaten vor. Die Befragten fühlten sich dabei zwar weiterhin unwohl, stimmten aber dennoch zu. Die Studienautoren sehen darin eine Herausforderung für Unternehmen: Wenn viele Menschen Daten nicht aus Überzeugung freigeben, kann das die Akzeptanz von KI beeinträchtigen.
