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Microsoft veröffentlicht Modell für Entscheidungen mit festen Optionen

Microsoft-Decision-1 bewertet vorgegebene Antwortmöglichkeiten mit Wahrscheinlichkeiten, statt Texte zu erzeugen. Das Modell ist über Microsoft Foundry und OpenRouter verfügbar und kostet 0,042 US-Dollar pro Million Eingabetokens.

Symbolbild: Microsoft veröffentlicht Modell für Entscheidungen mit festen Optionen
Symbolbild · KI-generiert

Microsoft-Decision-1 ist für Aufgaben gedacht, bei denen Software zwischen festgelegten Optionen wählen muss. Dazu zählen Klassifikation, Weiterleitung, Prüfungen und die Bewertung möglicher Aktionen von KI-Agenten. Das Modell gibt seine Ergebnisse als JSON aus. Es unterstützt unter anderem Ja-Nein-Fragen, Multiple Choice, Bewertungen, Rubriken und ausdrückliche Enthaltungsoptionen wie „cannot tell“. Erklärungen zu den Entscheidungen liefert es nicht.

Microsoft hat das Modell auf Basis von Alibaba’s Qwen3.5-9B nachtrainiert. Das Kontextfenster umfasst 32.768 Tokens. Nach Angaben von Microsoft wurde das Modell mit öffentlichen Datensätzen im Rahmen des Open Data-Prozesses sowie mit synthetischen Daten trainiert. Verfügbar ist es als gehostete API in Microsoft Foundry und über die Decisions API von OpenRouter; offene Gewichte gibt es nicht. Bei OpenRouter funktioniert der Zugriff laut Anbieter nicht über Chat-Completions-SDKs.

In einem Vergleich von neun Systemen mit 36 Benchmarks und 147.137 Fragen erreichte Microsoft-Decision-1 laut Microsoft durchschnittlich 83,5 Prozent Genauigkeit. Quyet-1.0-Large kam auf 81,9 Prozent. Microsoft gibt für das eigene Modell eine mediane Antwortzeit von 85 Millisekunden und einen Wert am 95. Perzentil von 125 Millisekunden an. Die Vergleichbarkeit der Laufzeiten ist eingeschränkt: Microsoft maß sein Modell über Foundry, während die Werte der Konkurrenz aus angepassten JevBench-Medianen stammen. H2O.ai widerspricht der dortigen Berechnung für sein Modell und nennt einen eigenen Median von 29 statt 210 Millisekunden.

Für den Betrieb berechnet Microsoft 0,042 US-Dollar pro Million Eingabetokens; Ausgabetokens sind kostenlos. Das Modell ist auf Text beschränkt und eignet sich laut Microsoft nicht für offene Fragen, Chat, Übersetzung oder Zusammenfassungen. Microsoft rät außerdem davon ab, es allein für automatisierte Entscheidungen zu Kredit, Beschäftigung, Wohnen, Gesundheit oder rechtlichen Ansprüchen einzusetzen. Anwendungen sollen Optionen, Schwellenwerte, Eskalationswege und menschliche Aufsicht festlegen.

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💡 Tipp: Wenn du eine Anwendung mit festen Antwortoptionen entwickelst, kannst du Microsoft-Decision-1 über Foundry oder OpenRouter für Klassifikation und Prüfungen testen. Für freie Textausgaben ist es nicht vorgesehen.

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Quellen

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