Früher mussten Entwickler ein Spiel zunächst dekompilieren, um seinen Maschinencode in bearbeitbaren Quellcode zurückzuübersetzen. Laut dem vorliegenden Bericht übernimmt Claude Opus 5.5 diese Aufgabe besonders schnell. Das erleichtert es, ältere Titel in eine Form zu bringen, die im Browser läuft. Portierungen von Klassikern gab es zwar schon zuvor, sie waren jedoch mit diesem technischen Zwischenschritt verbunden.
Im Netz finden sich inzwischen Browser-Fassungen von Half-Life und Counter-Strike 1.6 sowie älteren Quake-Spielen. Auch The Simpsons: Hit & Run, GTA Vice City und Mehrspieler-Ausgaben von Halo 1, Call of Duty: Modern Warfare 2 und Black Ops 2 werden genannt. Wie zuverlässig diese Versionen funktionieren, ist unterschiedlich; einige sollen weitgehend spielbar sein. Die Urheberrechte bleiben ein zentrales Problem: Die Personen hinter den Portierungen besitzen laut Bericht keine Rechte an den Spielen.
KI kommt außerdem beim Modding zum Einsatz. Manche Projekte kombinieren Elemente verschiedener Spiele, etwa World of Warcraft mit Call of Duty oder Escape From Tarkov mit Skyrim. Diese Vorhaben sind häufig nicht als fertige Mods nutzbar: Die eingebauten Inhalte passen teils nicht zum Gameplay und dienen eher der Präsentation einer Idee. Auch die verwendeten Marken und Spielbestandteile werfen Rechtefragen auf.
Daneben gibt es Mods, bei denen KI als Entwicklungswerkzeug eingesetzt wird. Combat Stances Remastered ergänzt das Remaster von The Witcher 3 um verschiedene Kampfstile. Zero Hour Reforged soll Command & Conquer Generals, ein Strategiespiel aus dem Jahr 2003, optisch modernisieren; KI-Unterstützung habe die Entwicklung beschleunigt. Der Einsatz von KI in diesen Projekten ist umstritten. Als mögliche Anwendung zeichnet sich insbesondere die Anpassung älterer Spiele an aktuelle Software und Hardware ab. Ob Publisher Browser-Versionen selbst anbieten, bleibt eine Entscheidung der Rechteinhaber.
