Das System ist in Sophos Fusion eingebunden, zu dem auch Managed Detection and Response (MDR) gehört. Sophos schützt nach Angaben von OpenAI mehr als 625.000 Organisationen. Fusion verarbeitet Daten aus Sophos-Produkten und über 500 Integrationen von Drittanbietern. Die Sensoren erzeugen täglich Billionen Ereignisse. Daraus werden etwa 1.000 bis 2.000 Fälle für neun Sicherheitszentren herausgefiltert.
Daybreak-Agenten sammeln zu einem Fall den Kontext, Erkennungen, Hinweise auf eine mögliche Kompromittierung und Informationen zu Bedrohungen. Ein Planungsmodell erstellt daraufhin einen Untersuchungsplan und führt ihn aus. Anschließend fasst das System die Ergebnisse zusammen und empfiehlt den Analysten Maßnahmen. Weitere Agenten können einzelne Schritte der Reaktion übernehmen.
Die genannten Leistungswerte beziehen sich auf Fälle, bei denen KI-Agenten zum Einsatz kommen. OpenAI gibt für diese Fälle eine durchschnittliche Reaktionszeit von 89 Sekunden an, verglichen mit zuvor etwa 38 Minuten. Insgesamt sei die Untersuchungszeit um 96 Prozent gesunken; bei 52 Prozent der MDR-Fälle löse die KI den Fall vollständig. Diese Kennzahlen stammen aus der Darstellung von OpenAI.
Sophos beschreibt drei Abstufungen, mit denen Kunden die Reaktion steuern: Bei „Notify“ untersucht Sophos den Fall und empfiehlt Maßnahmen, die der Kunde selbst ausführt. „Collaborate“ bedeutet, dass Sophos und Kunde gemeinsam entscheiden. Mit „Authorise“ kann Sophos im Namen des Kunden handeln. Für potenziell zerstörerische Maßnahmen bleibe eine angemessene menschliche Kontrolle bestehen. Sophos-CTO John Peterson kündigt an, die Reaktionsmöglichkeiten der Agenten und ihre Einsatzbereiche ausweiten zu wollen.
