Firmus Technologies entwickelt Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Das Unternehmen wollte noch in diesem Monat an die Australian Securities Exchange gehen und mit dem Börsengang A$7 Milliarden einnehmen. Geplant war ein Angebot zu A$11 je Aktie. Die Bewertung von A$43,7 Milliarden hätte Firmus zum zweitgrößten Börsenunternehmen Australiens gemacht, hinter Telstra, das 1997 an die Börse ging.
Wenige Tage vor der Absage hatten die mit dem Börsengang beauftragten Bankhäuser erklärt, das Interesse liege deutlich über dem nötigen Umfang. Bis zum Freitagmorgen war die Notierung jedoch zurückgezogen. Nach Einschätzung des Artikels hatten viele institutionelle Investoren den Entwurf des Verkaufsprospekts geprüft und sich gegen einen Kauf zu A$11 je Aktie entschieden. Ein öffentlicher Prospekt mit den vollständigen Angaben zum Börsengang und zu Firmus’ Finanzlage war noch nicht erschienen.
Firmus machte Verluste; zum Zeitpunkt des geplanten Börsengangs waren zwei Rechenzentren in Betrieb. Weitere befanden sich in Planung oder im Bau. Zugleich war die Unternehmensbewertung binnen weniger als eines Jahres stark gestiegen: Eine Finanzierungsrunde im November 2025 setzte sie bei rund A$6 Milliarden an. Im August dieses Jahres lag sie bei mehr als US$10,5 Milliarden, umgerechnet etwa A$15 Milliarden. Für den Börsengang wurde Firmus dann mit A$43,7 Milliarden bewertet. Laut dem Artikel entsprachen die laufenden Kapazitäten etwa 5 Prozent der geplanten Gesamtkapazität; die übrigen 95 Prozent waren noch nicht gebaut.
Der Rückzug wirft auch Fragen dazu auf, wie belastbar die zuvor kommunizierte Nachfrage war. Im Artikel wird die Möglichkeit erwähnt, dass das anfängliche Interesse nur vorläufig gewesen sein könnte. Zugleich hätten Kommentatoren Zweifel geäußert, ob die Nachfrage möglicherweise irreführend dargestellt wurde. Ob sich daraus weitere Konsequenzen ergeben, war zum Zeitpunkt des Artikels offen. Die Firmus-Entwicklung allein belegt laut dem Artikel keine Probleme bei allen KI- oder Rechenzentrumsunternehmen; als zentrale Lehre für Anleger nennt er, Unternehmenszahlen und erwartete Einnahmequellen sorgfältig zu prüfen.
