Der vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) erhobene Geschäftsklimaindex fiel gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Punkte auf 87,7. Damit liegt er erstmals seit dem dritten Quartal 2020 unter dem ifo-Geschäftsklimaindex, der 89,9 Punkte erreichte. Die Beratungen schätzten ihre aktuelle Lage etwas schlechter ein, blickten aber zuversichtlicher auf die folgenden sechs Monate.
In einer ergänzenden Befragung untersuchte der BDU den KI-Einsatz in Beratungsunternehmen. Nur rund ein Prozent der Befragten nutzt derzeit keine KI. Bei jeweils 40 Prozent ist KI entweder bereits in Arbeits- oder Projektabläufe eingebunden beziehungsweise strategisch verankert oder wird systematisch in ausgewählten Bereichen eingesetzt.
Viele Unternehmen haben bereits organisatorische Grundlagen geschaffen: 80 Prozent wählten KI-Anwendungen gezielt aus und stellten sie bereit. 71 Prozent haben verbindliche interne Nutzungsregeln, und 66 Prozent schulen ihre Beschäftigten systematisch. Klare Ziele oder Prioritäten als Maßstab für den KI-Einsatz nutzen dagegen 36 Prozent. Der BDU sieht damit eine Lücke zwischen dem praktischen Einsatz und dessen strategischer Steuerung.
Als häufigsten konkreten Nutzen nennen die Befragten Produktivitätsgewinne und eingesparte Zeit: 86 Prozent sehen darin einen Mehrwert. 60 Prozent berichten von effizienteren Beratungsprojekten. Der Gesamtwert des Nutzens wird laut BDU zurückhaltender eingeschätzt. Die Ergebnisse beschreiben die Antworten der befragten Beratungsunternehmen; sie belegen nicht, dass dieselben Einsatzmuster für Unternehmen außerhalb der Branche gelten.
