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US-Gericht verurteilt Betreiber von KI-Streamingbetrug zu 18 Monaten Haft

Ein 54-Jähriger muss in den USA 18 Monate ins Gefängnis, weil er KI-generierte Musik mithilfe automatisierter Bots millionenfach abspielen ließ. Dadurch soll er mehr als acht Millionen US-Dollar an Tantiemen erlangt haben.

Symbolbild: US-Gericht verurteilt Betreiber von KI-Streamingbetrug zu 18 Monaten Haft
Symbolbild · KI-generiert

Ein Bundesgericht in Manhattan hat den Mann wegen seiner Beteiligung an einem Streaming-Betrug zu 18 Monaten Haft verurteilt. Anschließend steht er zwei Jahre unter gerichtlicher Aufsicht. Er hatte sich im März schuldig bekannt, an einer Verschwörung zum Überweisungsbetrug beteiligt gewesen zu sein. Zudem verpflichtete er sich, mehr als acht Millionen US-Dollar aus den Erlösen abzugeben. Nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft ist es der erste Strafprozess dieser Art, der mit einer Haftstrafe endet.

Der Mann erzeugte mit Künstlicher Intelligenz Tausende Musikstücke und ließ sie von automatisierten Bots auf Streamingdiensten abspielen. Die Abrufe sollen sich insgesamt auf Milliarden summiert haben. Zu den betroffenen Plattformen gehörten Spotify und Apple Music. Auf diese Weise soll der Verurteilte mehr als acht Millionen US-Dollar an Tantiemen erbeutet haben, umgerechnet etwa sieben Millionen Euro.

Nach Angaben der Ermittler begann der Betrug 2017 zunächst mit künstlich erhöhten Abrufzahlen für eigene Musik. Später nutzte der Mann offenbar in größerem Umfang KI-generierte Titel, um weitere Inhalte in das System einzuspeisen. Festgenommen wurde er 2024. Die Staatsanwaltschaft erklärte, die automatisierten Abrufe hätten die Einnahmen zahlreicher Künstler und Songwriter geschmälert, indem sie einen Teil der verfügbaren Tantiemen auf die betrügerischen Titel lenkten.

Vor der Urteilsverkündung beantragte die Verteidigung, von einer Gefängnisstrafe abzusehen. Sie argumentierte, der Schaden für einzelne Künstler sei sehr gering gewesen und niemand habe einen unmittelbar spürbaren Verlust erlitten. Die Staatsanwaltschaft widersprach dem. Das Gericht verhängte dennoch die Haftstrafe sowie die anschließende Aufsicht. Der Fall verbindet damit den Einsatz KI-generierter Musik mit automatisierten Abrufen, die nach den Angaben der Staatsanwaltschaft zur Erbeutung der Tantiemen genutzt wurden.

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Quellen

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