THE AUDIT setzt bei Abschlussprüfungen auf einen Prozess, der von Beginn an mit den verfügbaren technologischen Möglichkeiten geplant wird. Statt einzelne KI-Anwendungen nachträglich in bestehende Abläufe einzufügen, sollen Datenzugang, standardisierte Arbeitsschritte und Automatisierung gemeinsam berücksichtigt werden. Die Gesellschaft begleitet nach eigenen Angaben bereits erste Mandanten mit diesem Ansatz. Sie will damit nicht nur die Arbeit innerhalb der Prüfungsgesellschaft effizienter organisieren, sondern auch den Aufwand auf Unternehmensseite verringern.
Dazu sollen Daten möglichst direkt aus den Systemen der Unternehmen genutzt und geeignete Arbeitsschritte automatisiert werden. Rückfragen und Datenanforderungen sollen stärker gebündelt, Prüfungsabläufe früh geplant werden. THE AUDIT nennt als angestrebtes Ergebnis einen besser planbaren Ablauf, der den laufenden Geschäftsbetrieb weniger unterbricht. Wo die Voraussetzungen stimmen, sollen Prüfungen innerhalb klar definierter Zeiträume stattfinden können, statt sich mit vielen einzelnen Anfragen über Wochen zu verteilen.
Wie viel sich standardisieren oder automatisieren lässt, hängt laut THE AUDIT unter anderem von der Systemlandschaft, der Datenqualität, den internen Prozessen und den vorhandenen Strukturen eines Unternehmens ab. Deshalb soll vor der Prüfung eingeschätzt werden, wie gut das Unternehmen für einen solchen Ablauf vorbereitet ist. Auf dieser Basis wird festgelegt, welche Teile des Prüfungsprozesses sich sinnvoll standardisieren oder automatisieren lassen. Der Ansatz bedeutet laut Unternehmen nicht, dass jeder Auftrag nach einem einheitlichen Schema abläuft.
Zum Angebot gehört auch die Schwestergesellschaft FINEXA. Sie konzentriert sich auf individuell ausgerichtete Prüfungen sowie persönliche Begleitung und Beratung. Hinter THE AUDIT und FINEXA stehen die Wirtschaftsprüferinnen und Geschäftsführerinnen Sarah Heiden, Sibylle Philipsen und Martina Läger. THE AUDIT beschreibt den Start als neuen Prüfungsansatz; konkrete Zahlen zu eingespartem Zeitaufwand oder bereits abgeschlossenen Prüfungen nennt das Unternehmen nicht.
