Die Plattform Ads AI verarbeitet Werbewünsche in natürlicher Sprache und leitet daraus konkrete Absichten ab. Als Beispiel nennt Pratik Rasam eine Kampagne für die QCon AI: Aus Angaben zu Zielgruppe, geografischer Ausrichtung und Werbeziel werden strukturierte Vorgaben für die weitere Verarbeitung. Dafür nutzt Spotify ein LLM-Gateway mit Vertex AI und einer internen GCP-Plattform.
Die anschließende Orchestrierung basiert auf Google ADK Java. Mehrere Agenten übernehmen abgegrenzte Aufgaben: Ein Agent erstellt das Werbeskript, ein weiterer prüft die Einhaltung von Richtlinien. Ein Agent für Zielgruppenempfehlungen befindet sich laut Rasam derzeit im Pilotbetrieb. Als Ergebnisse entstehen eine Empfehlung für die Zielgruppe und ein Werbemittel. Das System kann laut der Präsentation Skript, Musik und Zielgruppenausrichtung zusammenführen; Werbetreibende sollen dafür beschreiben, welche Anzeige sie möchten.
Rasam zufolge verwenden seit dem Start im Vorjahr mehr als 70 Prozent der Anzeigen KI-Tools. Die Plattform habe rund 20.000 Werbemittel für mehr als 7.000 Werbetreibende erzeugt. Die Angaben beziehen sich auf tatsächliche Werbekampagnen. Außerdem würden inzwischen die meisten zentralen Pipelines zur Erstellung von Werbemitteln über Spotify Ads AI laufen.
Ein Architekturprinzip der Plattform ordnet jedem Agenten ein eigenes Softwarepaket und eine verantwortliche Person zu. Damit werden Zuständigkeiten für Aufgaben, Überwachung und Prompts getrennt. Rasam beschreibt außerdem deterministische Schutzmechanismen und die Auswertung anhand von Traces als Bestandteile des Systems. Zu den Erfahrungen aus der Entwicklung zählt, Agentengrenzen sorgfältig festzulegen, Werkzeugschemas zu optimieren und Kosten zu kontrollieren, statt alle Aufgaben in einem einzigen Agenten zu bündeln.
