Su bezeichnete Gaming als einen wichtigen Bereich des Computings, der dauerhaft hohe Leistung erfordere. PC-Spiele trieben die Hardware-Entwicklung weiterhin voran. Zugleich werde künstliche Intelligenz in diesem Bereich an Bedeutung gewinnen. AMD erwartet deshalb, dass sich die Technologien für Gaming und KI zunehmend überschneiden. Die Aussagen machte Su beim AMD Gamer Day in Seoul, Südkorea.
Als Beispiele für AMD-Technik mit Wurzeln im Gaming nannte Su die Ryzen- und Zen-Architekturen sowie X3D-Prozessoren. Diese seien zunächst in großem Umfang für Spiele eingesetzt beziehungsweise gezielt für Gaming entwickelt worden. AMD wolle auch bei neuen Produkten verstärkt Gaming und KI zusammenbringen. Senior Vice President Jack Huynh verwies dafür auf FSR4 und FSR Redstone.
Huynh sieht zudem Einsatzmöglichkeiten für KI bei der Spieleentwicklung. Sie könne nach seiner Einschätzung Entwicklungszeiten verkürzen, ohne die Kreativität von Künstlern zu ersetzen. Spiele, deren Entwicklung bislang zehn Jahre dauere, könnten dadurch künftig in drei bis vier Jahren fertiggestellt werden, sagte er. Diese Zeitangabe ist eine Einschätzung Huynhs und keine von AMD bestätigte Vorgabe für konkrete Spiele.
Su und Huynh reisen derzeit durch Südostasien und sprechen dort mit Zulieferern und Partnern über mögliche langfristige Kooperationen. Im Mittelpunkt stehen Fertigung und Verfügbarkeit von Speicherprodukten, insbesondere High-Bandwidth-Memory (HBM) sowie weiterer Technologien für KI-Anwendungen. Das Unternehmen verhandelt damit neben seiner Gaming-Ausrichtung auch über Komponenten, die für KI-Systeme relevant sind.
