Die neue Windows-Suche soll zum Einstiegspunkt für Aufgaben mit lokalen Agenten werden. Über sogenannte „Quick Actions“ können Nutzer beispielsweise den Dark Mode ändern oder Screenshots aufnehmen. Auch Textnachrichten sollen sich darüber versenden lassen; die Verbindung zum Smartphone ist künftig über Phone Link vorgesehen. Kleinere Anfragen an Copilot sollen direkt in der Suche bearbeitet werden können, für umfangreichere Aufgaben führt der Weg in die App.
Microsoft plant den Start der Agenten-Suche im Herbst 2026. Die Verteilung über das Windows-Insider-Programm soll bereits am 7. Oktober beginnen. Für Windows 26H2 ist der Build 26340.9616 vorgesehen, für Windows 11 26H1 auf Arm-Geräten der Build 28120.3181. Nach der Installation lässt sich die Funktion über Feature-Flags aktivieren. Die Suche wurde laut Microsoft mit WinUI 3 umgesetzt; das soll sie schneller und effizienter machen.
Auch die Copilot-App erhält Agenten-Funktionen. Sie soll Dateien auf dem PC einbeziehen und den Rechner nach Zustimmung durch den Nutzer bedienen können. Für Aufgaben sollen Modelle direkt auf dem Computer laufen; Cloud-Modelle kommen nach Microsofts Konzept nur bei komplexeren Anfragen zum Einsatz. Ein Beispiel für den länger laufenden Agenten Autopilot ist das Vorbereiten einer Steuererklärung: Er kann dafür Informationen aus Cloud-Ordnern und E-Mails sammeln, Dateien ordnen und eine E-Mail an den Steuerberater vorbereiten.
Microsoft nennt außerdem die Microsoft Execution Containers (MXC) als allgemein verfügbar. Diese Systemschicht soll Agenten in einem abgegrenzten Bereich ausführen und ihre Tätigkeiten von denen der Nutzer trennen. Administratoren erhalten Werkzeuge, um Zugriffe und Aktivitäten der Agenten zu verwalten und zu überwachen. Die vorgestellten Funktionen setzen damit sowohl auf lokale Verarbeitung als auch auf begrenzte und kontrollierbare Zugriffe auf das System.
