Der SynthID-Detektor war bisher ausgewählten Medienprofis vorbehalten. Nun können alle Nutzer das eigenständige Werkzeug verwenden, um Bild-, Video- und Audioinhalte auf Hinweise zu prüfen, die mit generativer KI erstellte Medien kennzeichnen. SynthID setzt dafür unsichtbare Wasserzeichen ein. Google nutzt die Technologie nach eigenen Angaben seit 2023 für generierte Bilder, Audioaufnahmen und Videos.
Die Erkennung ist nicht auf Inhalte aus Googles eigenen Modellen beschränkt. Google nennt Partnerschaften, durch die auch Medien von OpenAI, NVIDIA und Kakao erfasst werden. Unterstützung für Apple soll nach Angaben des Unternehmens in Kürze hinzukommen. Der Detektor prüft auf SynthID-Kennzeichnungen; die genannten Partnerschaften erweitern damit den Kreis der Inhalte, die das Werkzeug untersuchen kann.
Google beziffert den bisherigen Einsatz der Wasserzeichen auf mehr als 180 Milliarden Bilder und Videos. Hinzu kommen Audioinhalte mit einer Gesamtlänge von umgerechnet 240.000 Jahren. Diese Zahlen beziehen sich auf Medien, die nach Angaben des Unternehmens mit SynthID markiert wurden.
Der neue Detektor ergänzt bereits verfügbare Prüffunktionen in der Google-Suche, im Chrome-Browser und in der Gemini-App. Damit gibt es nun zusätzlich ein eigenständiges Werkzeug, das Nutzer direkt zur Überprüfung von Medien heranziehen können. Für Inhalte ohne SynthID-Wasserzeichen lässt sich aus einer fehlenden Kennzeichnung allein jedoch nicht ableiten, wie sie entstanden sind.
