Claude Haiku 5.5 ist laut Anthropic für umfangreiche Anwendungen mit vielen Anfragen gedacht, etwa für Zusammenfassungen, Subagenten und die Nutzung eines Browsers. Beim Preis orientiert sich das Modell bis zu einer Kontextlänge von 100.000 Tokens an GPT-6 Luna: Pro Million Eingabetokens werden 0,10 US-Dollar berechnet, pro Million Ausgabetokens 0,50 US-Dollar. Für Tokens oberhalb der Schwelle gelten 0,50 beziehungsweise 2,50 US-Dollar pro Million. Bei GPT-6 Luna steigen die Preise ab 272.000 Tokens auf 0,20 und 0,75 US-Dollar pro Million Ein- und Ausgabetokens.
Ein Vergleich mit dem Vorgänger Claude Haiku 4.5 zeigt zugleich einen Unterschied bei der Tokenisierung. In einem Test mit dem Claude Token Counter benötigte derselbe lange Prompt bei Haiku 5.5 rund 1,25-mal so viele Tokens wie bei Haiku 4.5. Das kann die Kosten für identische Eingaben erhöhen. Für die Ausgabe von Antworten lässt sich der Reasoning-Aufwand einstellen; eine vollständige Deaktivierung des Reasonings ist nach dem beschriebenen Test nicht möglich, und die Standardeinstellung liegt bei „medium“.
Anthropic ändert außerdem die Konditionen für API-Nutzung über bestimmte Abonnements. Max-5x-Kundinnen und -Kunden sollen monatlich 100 US-Dollar API-Guthaben erhalten, bei Max 20x sind es 200 US-Dollar. Für Team-Abonnements sind bis zu 500 US-Dollar vorgesehen, die gemeinsam über die Nutzerinnen und Nutzer des Teams verteilt werden. Das Guthaben wird in den Einstellungen unter „Billing“ einer API-Organisation zugeordnet. Zusätzlich halbiert Anthropic den Preis für Cache-Lesezugriffe bei Sonnet 5.5. Das API-Guthaben soll auch dazu beitragen, die API-Nutzung über Abonnements abzudecken; die Guthabenhöhe entspricht dem jeweiligen Abonnementpreis.
Wer Claude Haiku 5.5 über die API einsetzt, sollte bei langen Eingaben sowohl die 100.000-Token-Preisstufe als auch den höheren Tokenverbrauch berücksichtigen. Max- und Team-Abonnentinnen und -Abonnenten können in „Settings“ unter „Billing“ die API-Organisation für ihr monatliches Guthaben auswählen; Auto-Reload lässt sich abschalten, sodass API-Anfragen bei aufgebrauchtem Guthaben stoppen.
