Bei Beschwerden ihres Haustiers setzen die meisten Befragten auf eine tierärztliche Anlaufstelle. 22 Prozent recherchieren zunächst im Internet, während 6 Prozent zuerst KI-Tools wie ChatGPT nutzen. Die Zahlen stammen aus der „Haustier-Studie 2026“ der Uelzener Versicherungen. Dafür wurden mehr als 1.000 Hunde- und Katzenhalter in Deutschland befragt.
Auch beim Vertrauen in KI-generierte Informationen zur Tiergesundheit überwiegt die Zurückhaltung: 46 Prozent vertrauen ihnen eher wenig, weitere 20 Prozent gar nicht. 29 Prozent geben an, solchen Informationen eher stark zu vertrauen; 5 Prozent vertrauen ihnen sehr stark. Insgesamt stehen damit 66 Prozent der Befragten KI-Auskünften zur Gesundheit ihres Tieres skeptisch gegenüber.
Die Ergebnisse unterscheiden zwischen einer ersten Orientierung und Entscheidungen zur Gesundheit. Uelzener-Vertreter Dr. Felix Garlipp sagt, digitale Angebote könnten einen schnellen Überblick geben. Bei einer Untersuchung in der Tierarztpraxis lasse sich hingegen beurteilen, welche Ursache hinter Beschwerden steckt. Die Umfrage erfasst, welche Anlaufstelle Halter zuerst wählen und wie stark sie KI-Informationen vertrauen; sie beschreibt damit die Antworten der Befragten.
Neben dem Umgang mit akuten Symptomen fragte die Studie nach Vorsorge. 73 Prozent lassen ihr Tier regelmäßig untersuchen. Bei Hundehaltern liegt der Anteil bei 81 Prozent, bei Katzenhaltern bei 68 Prozent. Regelmäßiges Impfen und Entwurmen geben 83 Prozent der Befragten an. Die Angaben zu diesen Vorsorgemaßnahmen beziehen sich auf die befragten Halter insgesamt beziehungsweise auf die jeweilige Tiergruppe.
