Die am 6. Oktober 2026 angekündigte Vereinbarung gibt Atlassian erweiterten Zugriff auf aktuelle OpenAI-Modelle, darunter GPT-6 Astra und die GPT-5.6-Serie. Sie sollen KI-Funktionen und Agenten auf der Atlassian-Plattform unterstützen, einschließlich Rovo. Die Zusammenarbeit der Unternehmen besteht seit 2023; OpenAI nutzt Jira nach eigenen Angaben weiterhin für wichtige interne Abläufe.
Rovo verbindet OpenAI-Modelle mit Atlassians Teamwork Graph. Dieser verknüpft Informationen zu Personen, Projekten, Dokumenten und Entscheidungen innerhalb einer Organisation. Als möglichen Einsatz beschreibt OpenAI die Prüfung, ob ein Produktstart vorbereitet ist: Dafür kann Rovo Jira-Tickets, Confluence-Dokumente und Diskussionen heranziehen.
Auch ChatGPT und Codex sollen über Atlassian- und Teamwork-Graph-CLI-Plugins auf Arbeitsabläufe von Kunden zugreifen können, sofern die jeweiligen Berechtigungen das erlauben. Eine kürzlich gestartete Erweiterung für Atlassian-Plugins bringt Jira-Aufgaben, Confluence-Inhalte und Informationen zu Personen in Eingaben für ChatGPT und Codex. Atlassian Home kann außerdem zugewiesene Aufgaben, aktuelle Loom-Inhalte, Projekte und Bitbucket-Pull-Requests anzeigen.
Mehr als 3.000 Atlassian-Entwickler nutzen laut OpenAI Codex. Plugins mit Teamwork Graph können dem Programmierassistenten passende Arbeitselemente und technische Dokumentation bereitstellen. Darüber hinaus prüfen die Unternehmen vertiefte Jira-Verbindungen, über die KI-Agenten Aufgaben übernehmen und deren Fortschritt dokumentieren könnten. Geplant ist dabei auch, Entscheidungen festzuhalten und Ergebnisse zu überprüfen. Zusammen mit Atlassians DX-Plattform könnten solche Funktionen Führungskräften im Engineering Einblicke in Entwicklungsgeschwindigkeit, Durchlaufzeit und Developer Experience geben; die Kontrolle soll bei Menschen bleiben.
