Myra Security hat den Myra AI Workspace am 06. Oktober 2026 vorgestellt. Die Plattform richtet sich nach Angaben des Unternehmens an Unternehmen, Behörden und Kritische Infrastrukturen. Sie verbindet eine Chat- und Projektoberfläche mit zentralen Vorgaben für den KI-Einsatz. Organisationen können darüber Modelle verschiedener Anbieter nutzen, darunter OpenAI, Anthropic, Google, DeepSeek und Mistral. Insgesamt stehen mehr als 20 Modelle zur Auswahl. Welche davon Mitarbeitende, Teams oder einzelne Bereiche verwenden dürfen, legen die Organisationen selbst fest.
Vor der Weiterleitung an ein KI-Modell prüft die Plattform Anfragen anhand konfigurierbarer Regeln. Erkennt sie personenbezogene oder vertrauliche Angaben, ersetzt sie diese reversibel durch Platzhalter. Das externe Modell erhält dann laut Myra nur die maskierte Anfrage. Die Zuordnung zwischen Platzhaltern und Originaldaten verbleibt in der EU-Infrastruktur des Unternehmens. Für besonders sensible Inhalte können Organisationen außerdem Gemma von Google DeepMind und Qwen von Alibaba Cloud auswählen. Diese Open-Source-Modelle betreibt Myra nach eigenen Angaben auf eigener Infrastruktur innerhalb der EU; dort verbleiben Anfrage und Verarbeitung.
Anfragen lassen sich abhängig von Aufgabe, Freigabe und Schutzbedarf automatisch an ein passendes Modell leiten. Die Plattform protokolliert Zugriffe und Anfragen in Audit-Logs. Budgets können für die gesamte Organisation sowie für Teams und einzelne Nutzer festgelegt werden. Ein Zwischenspeicher für identische Anfragen kann laut Myra die Kosten wiederholter Prompts senken. Die Funktionen sollen dabei helfen, interne Vorgaben und regulatorische Anforderungen nachvollziehbar umzusetzen; sie ersetzen nicht die Entscheidung der Organisation darüber, welche Modelle und Regeln gelten.
Die Oberfläche soll Mitarbeitenden eine vertraute Chat- und Projektumgebung bieten. Myra beschreibt das als Möglichkeit, aufwändigen Schulungsaufwand zu vermeiden. Für Organisationen, die den Workspace einsetzen, hängen Datenschutz und Modellzugriff damit auch davon ab, wie sie die Erkennungsregeln, Freigaben und Budgets konfigurieren. Der Anbieter nennt keine Angaben zu Preisen oder Verfügbarkeit außerhalb des vorgestellten Starts.
